„Schuhrebell" Staudinger verliert Rechtstreit

vom 19.01.2014

Privates Finanzierungsmodell des Schuhherstellers nicht erlaubt

Der österreichische Schuh- und Möbelproduzent Heini Staudinger (GEA) ist im Streit um sein umstrittenes Finanzierungsmodells auch in letzter Instanz gescheitert. Nach dem Verwaltungsgerichtshof (VwGH) und dem Verfassungsgerichtshof (VfGH) bestätigte auch der Unabhängige Verwaltungssenat (UVS) die Rechtsmeinung der Finanzmarktaufsicht (FMA). Bis Ende des Monats gewährt die FMA Staudinger eine Nachfrist, um entweder das ausgeborgte Geld zurückzuzahlen oder alternative Lösungen vorzulegen.

Staudinger hatte bei Privatleuten rund drei Millionen Euro eingesammelt, um Photovoltaikanlagen und den Ankauf einer Lagerhalle zu finanzieren. Er versprach eine vierprozentige Verzinsung. Nach der Rechtsmeinung der FMA handelte es sich dabei um ein Bankgeschäft, für das der Schuherzeuger eine Konzession braucht. Der Streit darum währt seit zwei Jahren.