BDSE-Präsidium: Ordervergabe zu früh

vom 26.06.2015

Schuhhandelsverband rät Fachhändlern zum Besuch der GDS

Das Präsidium des Bundesverbands des Deutschen Schuheinzelhandels (BDSE) hat auf seiner letzten Sitzung moniert, dass sich der Orderzeitraum in den vergangenen Saisons deutlich nach vorn bewegt hat. Im Durchschnitt dürfte die Auftragsvergabe bereits etwa 25 bis 28 Tage früher als vor Verlegung der GDS abgeschlossen sein, so der Handelsverband. Viele Lieferanten hätten offenbar ihre Ordertermine nach vorne geschoben bzw. würden die Zeitfenster früher schließen.

Viele Einkäufer, vor allem die große Zahl mittelständischer Schuhfachhändler, könnten sich nicht dagegen wehren. Besonders betroffen seien hiervon modische Fachgeschäfte, die nun rund vier Wochen früher und mit zu wenig Abverkaufserfahrung aus der laufenden Saison ins Risiko gehen müssten. Mit Blick auf das Wettbewerbsumfeld und die aktuellen Herausforderungen insbesondere des stationären Schuhfachhandels sei dies – so das BDSE-Präsidium - der falsche Weg. Nicht zuletzt die schwachen Abverkaufszahlen des stationären Schuheinzelhandels hätten gezeigt, dass der Einkauf noch treffsicherer und damit später erfolgen müsste. Rein vertikal aufgestellte Ketten könnten viel schneller auf Trends reagieren, da sie häufig nur einen Vorlauf von drei Monaten benötigen.

Daher rät der BDSE dem Schuhfachhandel erneut, nicht zu früh die Einkaufslimite auszuschöpfen. Die letzten Saisonverläufe hätten gezeigt, dass es immer wichtiger wird, ausreichend Reserven für den Nachkauf zu behalten und die Reaktionsfähigkeit im Saisonverlauf zu erhöhen.

Der BDSE rät Schuhhändlern, die GDS in Düsseldorf mit ihrem neuen, frühen Veranstaltungstermin (29. bis 31. Juli) zur Informationssuche zu besuchen. Dort erhielten Inhaber und Einkäufer einen sehr guten Überblick über die künftigen Modetrends- und Schuhkollektionen. Vereinzelte, selektive Orders wurden auch schon vor der Messeterminverlegung zu diesem frühen Zeitpunkt vom Handel vergeben, doch müssen zeitige Aufträge eher die Ausnahme bleiben dürfen nicht zur Regel werden.