Bequem gehen kann so schön sein

vom 01.03.2011

Lachmayr in Köln ist Spezialist mit Familientradition

„Milderung bei Fußbeschwerden“ – das war schon 1918 der Grund, warum potenzielle Kunden die gerade eröffnete Orthopädiewerkstatt von Lorenz Lachmayr aufsuchten. Auch heute hat Lachmayr viele Stammkunden, die ihre zum Teil problematischen Füße dem erfahrenen Team des Schuhhauses anvertrauen. Wenn das großzügige Angebot an Marken wie Semler, Solidus und FinnComfort nicht ausreicht, um den Fuß optimal zu versorgen, dann gehen die Spezialisten ans Werk: Sie bauen den Schuh um, statten ihn mit Einlagen aus oder fertigen einen kompletten Maßschuh in der angeschlossenen Werkstatt.
Mehr ältere Menschen bedeutet auch ein Mehr an Kunden, die vor allem gut und schmerzfrei zu Fuß unterwegs sein möchten. Lorenz Lachmayr: „Die führenden Komfortschuhhersteller bieten nicht nur einen exzellenten Komfort mit diversen Weiten und Spezialschuhen für lose Einlagen etc.; sie verbinden tragefreundliche Komponenten auch immer geschickter mit modischen Aspekten.“ Rund die Hälfte der Käufer bei Lachmayr gehört der älteren Generation an, 80 Prozent davon sind Frauen. Aber auch jüngere Damen um die 30 oder 40 suchen das Geschäft in der Kölner Breite Straße auf, um gezielt zum Beispiel einen flotten Sneaker von Ganter oder einen modischen Stiefel von Semler zu erwerben.

Ob für den Bummel durch die Stadt, den Urlaub oder das Büro – wer die Vorteile etwa eines luftgepolsterten Schuhs einmal kennengelernt hat, bleibt seiner Marke meist treu. Lachmayr: „Interessanterweise muss man vielen Menschen erst einmal die Vorteile ‚guter‘ Schuhe nahebringen. Wenn sie diese erkannt haben, sind sie auch gerne bereit, etwas mehr für ein fußfreundliches Modell auszugeben.“ Ältere Frauen und Männer greifen vorzugsweise auf die bewährte Passform bzw. Marke zurück, suchen Ersatz für den Lieblingsschuh. Preislagen um die 120 bis 150 Euro werden dann als angemessen akzeptiert, zumal sie bei optimalem Komfort in der Regel nicht teurer sind als so mancher eher „puristisch“ ausgestattete Modeschuh.

Schuhe nach Maß für unterschiedlichste Bedürfnisse
Mit dem gesamten Bereich der Orthopädie erwirtschaftet das Traditionsunternehmen etwa 40 Prozent seines Umsatzes. Die anderen 60 Prozent entfallen auf den Verkauf von Bequemschuhen, Zusatzartikel wie Taschen und Diabetikerstrümpfe sowie auf die Maßanfertigung. Letztere bezieht sich keinesfalls nur auf Schuhe für problematische Füße. Der gelernte Meister im Orthopädieschuhhandwerk versteht sich auch bestens auf die Herstellung rahmengenähter Schuhe. Diese edlen Modelle bewegen sich in Preisklassen von 2500 bis 3000 Euro. Ein Randbereich, aber ein lukrativer, der neben Businessmodellen auch Golfschuhe und individuelle Pumps umfasst. Im Angebot hat das Geschäft zudem Golfschuhe.

Die Lage in der Breite Straße 106 ist optimal: Zur Stammkundschaft aus Köln und Nachbarstädten gesellen sich Freunde guter Schuhe aus dem direkten Umfeld, Banker, Versicherungsanstellte und Geschäftsleute. Laufkundschaft sorgt für Spontankäufe. Die große Schaufensterfront ist einladend, der rund 90 Quadratmeter große Verkaufsraum hell und freundlich. Daran angeschlossen sind 250 Quadratmeter für Werkstatt, Büro und Lager. Zum kundenfreundlichen Warenbestand trägt auch die Mitgliedschaft in der Rexor bei.

Lorenz – mehr als ein Name
Bei 15 Mitarbeitern inklusive Teilzeitkräften und Fachleuten in der Werkstatt sowie der exzellenten Lage des angemieteten Geschäftes ist Lorenz Lachmayr auf gute Umsätze angewiesen. Mit seinem Angebot ist der Unternehmer im Umfeld fast konkurrenzlos. Und um seine Zukunft macht sich der Inhaber ebenso wenig Sorgen. Mit Lorenz dem 7. steht bereits die nächste Generation in den Startlöchern. Der junge Mann ist wie sein Vater im Schuhkarton groß geworden und nun schon im dritten Ausbildungsjahr. 2018 haben Lorenz Lachmayr der 6. und seine Frau Birgit (zuständig unter anderem für den Einkauf) schon heute als Jahr der Übergabe fixiert. Aber erst einmal haben sie noch sichtlich viel Freude an ihrem Betrieb, der Werkstatt und dem einfühlsamen Umgang mit Menschen und ihren Bedürfnissen. Ulrike Kossessa

Kasten:
Wunschliste
Viele Kunden von Lachmayr kommen aus Köln, aber das Einzugsgebiet reicht von Oberhausen über Bonn und Olpe bis nach – Taiwan. Es ist schon Tradition: Alle fünf bis sechs Jahre besucht eine Dame aus Taiwan die deutsche Domstadt, mit vielen (leeren) Koffern. Bevor sie abreist, schickt sie eine stattliche Wunschliste an Lachmayr. Und dann heißt es: Abarbeiten, Bestellen, Anfertigen – und das in der Regel vom Feinsten. Nette Kundin!

Fo Lachmayr1: Die Kunden schätzen die kompetente und vertrauensvolle Beratung.
Fo Lachmayr2: Verbinden Familientradition mit aufgeschlossener Firmenführung: Lorenz, Lorenz und Birgit Lachmayr.
Fo Lachmayr3: Die Lage in der Breite Straße ist optimal und ein großes Schaufenster macht Lust auf Schuhe.
Fo Lachmayr4: Was nicht passt, wird in der Werkstatt passend gemacht oder komplett maßgefertigt.
Fo Lachmayr5: Der Verkaufsraum ist nicht groß, aber freundlich und übersichtlich.
+ ReserveFotos, Lorenz Lachmayr/Kasse, Werkstatt