Birkenstock verbietet Amazon Tippfehler-Werbung

vom 02.01.2018

Einstweilige Verfügung wegen irreführender Werbung

Der rheinland-pfälzische Schuhhersteller Birkenstock hat vor dem Landgericht Düsseldorf eine einstweilige Verfügung erwirkt, nach der der Online-Händler Amazon keine irreführenden Werbeanzeigen mehr schalten darf. Danach darf Amazon keine sogenannte Tippfehler-Werbung bei Google schalten, die einen Bezug zur Marke Birkenstock hat.

Amazon hatte bei Google mehrere Anzeigen mit Begriffen wie "Brikenstock", "Birkenstok" oder "Bierkenstock" geschaltet, die auf Amazon-Angebote mit offenbar auch gefälschten Birkenstock-Schuhen verlinkt waren. Verbraucher könnten nicht ahnen, dass sie nicht bei den Originalen der Marke landen, urteilte das Gericht. Der Beschluss ist noch nicht rechtskräftig.

Bereits Mitte Dezember hatte Birkenstock die Zusammenarbeit mit Amazon zum 1. Januar 2018 aufgekündigt, weil der Onlinehändler nicht ausreichend gegen gefälschte Birkenstock-Produkte vorgehe.