Esprit: Weniger Umsatz, mehr Gewinn

vom 20.09.2017

Filialschließungen sorgen für deutlichen Umsatzrückgang

Der Modekonzern Esprit hat im Geschäftsjahr 2016/17 zwar weniger umgesetzt, dafür aber mehr verdient. Die Erlöse der Esprit-Gruppe reduzierten sich um 8,7 Prozent auf umgerechnet 1,7 Milliarden Euro, teilte das Unternehmen heute in Hongkong mit. Trotz der deutlich gesunkenen Umsätze wies der in Ratingen ansässige und in Hongkong börsennotierte Mode- und Schuhanbieter einen Gewinn von 7,2 Millionen Euro aus.

Ursache für den Umsatzeinbruch sind zahlreiche Filialschließungen im abgelaufenen Geschäftsjahr. Auch für das nächste Jahr kündigte Esprit-Chef Jose Manuel Martinez an, kurzfristig die Schließung von unprofitablen Geschäften zur Bereinigung des Laden-Portfolios fortsetzen zu wollen. Deshalb wird ein weiterer Umsatzrückgang erwartet. Außerdem plant Esprit die Verjüngung des Markenauftritts sowie die Einführung eines neuen Store-Konzeptes.

Während der Bereich Esprit Women (-5,2%), der fast die Hälfte des Gesamtumsatzes ausmacht, und der Bereich edc (-3,7%) nur moderat verloren, gingen die Umsätze im Bereich Men und Lifestyle mit -17 Prozent deutlich zurück.