EU-Warnsystem: Auch Schuhe betroffen

vom 05.07.2019

Anteil der Beanstandungen in dieser Produktgruppe geht aber zurück

Schon seit Jahren warnt das EU-Schnellwarnsystem Rapex vor gefährlichen Produkten. Gemäß einem kürzlich vorgelegten Bericht wurden im Jahr 2018 im Non-Food-Bereich, dazu zählen auch Schuhe, insgesamt 2.257 Artikel von den nationalen Behörden der Mitgliedsländer als gefährlich gemeldet, was in den anderen EU-Staaten zu 4.050 Folgemaßnahmen (z.B. Rückrufen) führte.

EU-weit waren Spielwaren mit einem Anteil von 31 Prozent zwar am häufigsten von Rapex-Warnungen betroffen. Bekleidung, Textilien und Modeartikel, inklusive Schuhe/Lederwaren, landeten mit einem Anteil von gut 10 Prozent allerdings bereits auf Rang drei. Hauptgründe für die Warnungen waren dabei produktübergreifend Verletzungsgefahren (25 Prozent) und chemische Risiken (25 Prozent).

Speziell im Bereich Schuhe und Lederwaren wurden vor allem Chrom VI (in Lederprodukten), aber auch Nickel und PAK (Polyzyklische Aromatische Kohlenwasserstoffe) sowie verschluckbare Teile (bei Kinderschuhen) beanstandet. Sowohl die Anzahl der beanstandeten Produkte der Gruppe Bekleidung/Schuhe/Lederwaren als auch deren prozentualer Anteil an der Gesamtzahl der Beanstandungen (produktübergreifend) ging in den letzten Jahren jedoch deutlich zurück. Im Jahr 2013 lag ihr Anteil noch bei 24 Prozent aller veröffentlichten Gefahrhinweise.