Gericht entscheidet für Leder & Schuh

vom 22.05.2013

Der Rechtsstreit zwischen der Leder & Schuh International AG und deren ehemaligen Vorstandsvorsitzenden Thomas Ridder ist beendet.

Eine Entscheidung des Obersten Gerichtshofs (OGH) in Österreich hat einen jahrelangen Rechtsstreit zwischen der Leder & Schuh International AG und deren ehemaligen Vorstandsvorsitzenden Thomas Ridder beendet. Wie das Unternehmen mitteilte, habe der OGH am 24. April den bereits im Jahre 2010 gefällten Schiedsspruch, dass Ridder zu Recht abberufen wurde und nicht mehr Aktionär ist, als rechtskräftig erkannt und eine Aufhebungsklage abgewiesen. Mit der Entscheidung kann das Unternehmen einen Schlussstrich unter die sogenannte „Causa Ridder“ ziehen.

Ridder war 2006 als Vorstandsvorsitzender abberufen worden. Der Vorwurf lautete auf grobe Pflichtverletzung wegen versuchter Kreditaufnahme zu ungünstigen Konditionen. Es folgte ein jahrelanger Rechtsstreit durch alle Instanzen. Es ging unter anderem darum, Ridders Zehn-Prozent-Anteil am Konzern für nichtig zu erklären. Da alle Vergleichsbemühungen gescheitert waren, brachte Leder & Schuh 2008 eine Schiedsklage ein, die von Ridder in der Frage der Zuständigkeit des Schiedsgerichts bekämpft wurde.

„Leder & Schuh“ ist einer der größten Schuhanbieter Europas (Corti, Dominici, Humanic, Jello, Shoe4You und Stiefelkönig). Die Gruppe verfügt derzeit über mehr als 370 Standorte und setzte 2012 543,3 Millionen Euro um.