High Heels von der TU

vom 26.06.2013

Studenten der TU Darmstadt konstruieren den optimalen hochhakigen Schuh.

Davon hat fast jede Frau schon einmal geträumt: Der perfekte High Heel, auf dem man stundenlang beschwerdefrei laufen kann und auf dem das Umknicken unmöglich ist. Studenten der TU Darmstadt haben diesen Wunsch nun wahr gemacht. Zumindest theoretisch. Im Laufe eines Studentenprojekts haben Frauen und Männer aus den Ingenieurwissenschaften und der Mathematik gemeinsam an einem Projekt gefeilt: den optimalen hochhakigen Schuh konstruieren.

Die klassischen MINT-Fächer (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) haben in der Regel nicht viel Anziehungspotential für Frauen. Damit die sonst eher männlich angehauchten Studiengänge auch ihre Studentinnen ansprechen, wurde beim diesjährigen Studentenprojekt aus dem Sonderforschungsbereich „Beherrschung von Unsicherheit in lasttragenden Systemen des Maschinenbaus“ ein Projekt ausgesucht, dass vor allem die weiblichen Teilnehmer interessieren dürfte. Es sollte ein High Heel konstruiert werden, der allen Unsicherheiten des Alltags trotzt.

Bei der Konstruktion mussten vor allem einige Unsicherheitsfaktoren einkalkuliert werden. Dazu gehören beispielsweise unebene, nasse Böden, Glasscherben, Treppen, ein schiefer Auftrittswinkel und der Aspekt des Gewichts. Das Ziel war klar definiert: Frauen sollen beim Laufen nicht mehr umknicken und der Absatz soll nicht mehr abbrechen können. Also musste in erster Linie ein besonders sicherer High Heel konstruiert werden.

Doch nicht nur der Aspekt der Sicherheit war ein Kriterium bei der Konstruktion des High Heels. Auch der ästhetische Anspruch der Damen sollte erfüllt werden. Schön ist ein Schuh meistens dann, wenn er möglichst leicht ist und aus wenig Material besteht. Also all jenes, was mit einem sicheren High Heel auf den ersten Blick nicht vereinbar scheint. Doch am Ende sollte auch das kein Problem sein. Die entstanden „Achilles High Heels“ sehen zwar ein wenig futuristisch aus, doch man kann sie sich durchaus an den Frauenfüßen unserer Zeit vorstellen. Für ihre Ergebnisse erhielten die Studierenden sogar den mit 25.000 Euro dotierten Franziska-Braun-Preis.