Köln erstmals Double-Sieger

vom 12.05.2014

JLL ermittelte Deutschlands meistbesuchte Einkaufsmeilen 2014

Die Schildergasse und die Hohe Straße in Köln werden in Spitzenzeiten stündlich von mehr als 27.000 Besuchern frequentiert und führen damit das Ranking der Passantenfrequenz-Zählung 2014 des Immobilienberatungsunternehmens JLL an. Die Stuttgarter Königstraße, der Dortmunder Westenhellweg und die Flinger Straße in Düsseldorf komplettieren die Top 5. Die seit 1999 jährlich durchgeführte Erhebung ist die umfangreichste ihrer Art und ermittelt die Passantenströme in den 170 wichtigsten Einkaufsstraßen Deutschlands. Die diesjährige Zählung erfolgte bundesweit zeitgleich am Samstag, den 29. März, zwischen 13 und 14 Uhr.

Die Kölner Schildergasse (14.590 Passanten/Stunde) eroberte nach 2010 und 2011 zum dritten Mal innerhalb der letzten fünf Jahre die Spitzenposition. Die ebenfalls in Köln gelegene Hohe Straße (12.795) belegt Rang zwei und knüpft damit an ihre Spitzenposition aus dem Jahr 2006 an. Rang drei belegt die Stuttgarter Königstraße (12.655), die damit zum neunten Mal in Folge einen Top 10-Platz schafft. Auf den Plätzen vier und fünf folgen der Dortmunder Westenhellweg (12.420) als Vorjahressieger und die Flinger Straße in Düsseldorf (12.285). Mindestens 10.000 Passanten/Stunde sind in diesem Jahr die Eintrittskarte für eine Top 10-Platzierung. Die Spitaler Straße in Hamburg (11.820) nimmt diese Hürde locker und belegt Rang sechs. Ebenfalls über 11.000 Passanten/Stunde erreichen die Kaufingerstraße in München (11.150) und die Wiesbadener Kirchgasse (11.070) auf den Plätzen sieben und acht. Die Georgstraße in Hannover (10.960) und die Frankfurter Zeil (10.335) komplettieren die Top 10.

Die Wiesbadener Kirchgasse (11.070) ist neben ihrer Top 10-Platzierung auch die mit Abstand bestbesuchte Einkaufsmeile in der Kategorie 250.000 bis 500.000 Einwohner. Es folgen die Aachener Adalbertstraße (7.840; bundesweit Rang 18) und die Augsburger Annastraße (6.465; 33). Die Planken in Mannheim (6.415; 35) und die Bonner Poststraße (6.050; 40) vervollständigen die fünf stärksten Lagen dieser Kategorie.

Bei den mittelgroßen Städten mit 100.000 bis 250.000 Einwohnern ist die Kaiser-Joseph-Straße in Freiburg (9.020; 16) wie in den Vorjahren das Maß der Dinge. Auf den Rängen zwei und drei folgen die Simeonstraße in Trier (7.515; 21) und die Bahnhofstraße in Saarbrücken (6.515; 31). Zu den Top 5 in dieser Einwohnerkategorie gehören zudem die Breite Straße in Lübeck (6.450; 34) und die Heidelberger Hauptstraße (6.065; 38).

In der Kategorie unter 100.000 Einwohnern bestätigt der Seltersweg in Gießen (4.510; 67) einmal mehr seine langjährige Führungsrolle, gefolgt von der 1a-Lage Holm in Flensburg (4.020; 76). Der Grüne Markt in Bamberg (4.005; 77), die Hohe Straße in Wesel (3.410; 93) und die Dürener Wirtelstraße (3.050; 107) machen die Top 5 der Kategorie komplett.

Die Passantenzahl ist sicherlich nicht die ausschlaggebende Größe für die Attraktivität der wenigen international renommierten deutschen Luxusmeilen. Dennoch ist es mehr als beachtlich, dass die Düsseldorfer Königsallee (5.660; 46) einmal mehr als unangefochtener Spitzenreiter dieser raren Spezies den Sprung in die bundesweiten Top 50 geschafft hat. Mit großem Abstand folgen die Stuttgarter Stiftstraße (3.465; 92), die Münchner Maximilianstraße (2.345; 132), der Neue Wall in Hamburg (1.635; 151) und die Goethestraße in Frankfurt (1.355; 163).

Berlin und München bieten die mit Abstand höchste Anzahl an Hochfrequenzlagen. Keine andere Metropole bietet gleich sechs Einkaufsmeilen mit jeweils über 5.000 Passanten pro Stunde. In Berlin sind dies in der Reihenfolge ihrer Frequenzstärke die Lagen Tauentzienstraße, Schlossstraße, Kurfürstendamm, Friedrichstraße, Wilmersdorfer Straße und Alexanderplatz. In München erreichen die Lagen Kaufingerstraße, Weinstraße, Neuhauser Straße, Tal, Sendlinger Straße und Residenzstraße dieses Niveau. Bei den Bundesländern ist Nordrhein-Westfalen das Maß der Dinge. Insgesamt neun Städte erzielen dort mit ihrer jeweiligen Spitzenlage Frequenzen oberhalb von 5.000 Passanten/Stunde.