Logistikzentrum: Zalando erhält Abfuhr

vom 07.08.2013

Leipheim verhindert Ansiedlung des Internethändlers auf ehemaligem Fliegerhorst.

Der Internetversand Zalando will in Süddeutschland ein neues Logistikzentrum errichten. Dafür wollte der Händler eine Gewerbefläche auf dem ehemaligen Fliegerhorst im bayerischen Leipheim bei Ulm nutzen. Nein danke, sagen die betroffenen Gemeinden. Ihnen missfällt Zalandos Firmenpolitik.

Zu viel Verkehr, zu wenige gutbezahlte Arbeitsplätze und keine Gewerbsteuer - das hat die angrenzenden Kommunen Leipheim, Günzburg und Bubesheim abgeschreckt. Zusammen mit dem Landkreis Günzburg bilden sie einen Zweckverband, um das ehemalige Militärgelände zu vermarkten. Die von Zalando in Aussicht gestellten bis zu 2000 Arbeitsplätze in einem neuen, rund 170 Millionen Euro teuren Logistikzentrum klangen zwar verlockend, doch der Zweckverband lehnte die Ansiedlung ab.

Denn der Versandhändler hatte angekündigt, er wolle 80 Prozent ungelernte Mitarbeiter auf Niedriglohnniveau beschäftigen und werde wegen Verlusten in den ersten Jahren voraussichtlich keine Gewerbesteuer zahlen. Abschreckend für die Kommunen war auch die Aussicht auf rund 600 Lkw- und 2500 Autoanfahrten pro Tag.