Mode und Multichanneling bei Sabu-WIR-Gesprächen im Fokus

vom 22.03.2012

In der Zeit vom 18. bis 27. Januar lud die Sabu Schuh & Marketing GmbH traditionell an sechs Orten in der ganzen Bundesrepublik zu den alljährlichen WIR-Gesprächen ein.

Über 250 Firmen mit mehr als 500 Teilnehmern konnte Geschäftsführer Ralph Hanus dazu begrüßen. Die Informationsveranstaltungen fanden wie bisher zusammen mit den Ausstellungen der Orderrunde 1 statt.

Traditionell berichtete Ralph Hanus in seinem kurzen Rückblick über Daten und Fakten zur Branche und zum Sabu im Wirtschaftsjahr 2011. Die Sabu-Anschlussfirmen wiesen ein Umsatzminus von 3 Prozent - basierend auf einer hohen Vorlage von knapp 9 Prozent im Jahr 2010 - auf. Die Sabu GmbH selbst konnte ihren ZR-Umsatz um 16 Prozent auf 352 Millionen Euro steigern. „Vor große Herausforderungen wird die Schuhbranche vor allem durch das Internet gestellt“, so Hanus. „Der Onlineumsatz mit Schuhen weist hohe Wachstumsraten auf. Jeder vierte Einkauf in einem stationären Geschäft wird per Online-Recherche vorbereitet. Umgekehrt geht einem Drittel aller Online-Verkäufe ein Besuch im Geschäft voraus.“ Multichanneling sei das Zauberwort, mit dem eine integrierte Online-/Offline-Kundenansprache die Kundenbindung in Zukunft steigern soll. Gerade hier könnten die Verbundgruppen eine zentrale Rolle spielen, um den Mitgliedern den Zugang zum weltweiten Netz zu erleichtern.

Dass das Internet kein Feind sondern ein Türöffner für den stationären Schuhhandel ist, erläuterte Michael Gnoth, Marketingleiter beim Sabu, anhand des neuen Internet-Portals www.lust-auf-schoene-schuhe.de.

Empfehlungsmarketing stellt den größten Umbruch im Verbraucherverhalten in den letzten 500 Jahren dar“, erklärte Gnoth und belegte dies anhand der Anzahl der Nutzer von Social Media-Netzwerken, die weiterhin stark ansteigen, allen voran die Gruppe der über 50-jährigen. Mit „Sie brauchen keinen Webshop, aber Sie müssen im Internet zu finden sein“, stellte er die vielfältigen Möglichkeiten der Sabu-Händler vor, sich im Sabu-Portal – und damit in Facebook und Twitter – zu präsentieren und auf aktuelle Aktionen hinzuweisen. Abschließend rief der Marketingfachmann die Anwesenden zum Mitmachen auf, denn „dabei sein ist Pflicht!“

Erich Zimmermann von der SiMis – Sicherheit mit System – GmbH in Ludwigshafen stellte die stark gestiegenen gesetzlichen Anforderungen an den Datenschutz in fast allen Unternehmen des Einzelhandels sowie die Rechte jedes einzelnen Betroffenen vor. „Fehler werden gerade im Bereich der personenbezogenen Daten besonders leicht gemacht und können richtig teuer werden“, sensibilisierte der Datenschutzexperte die anwesenden Händler.

Im Anschluss daran präsentierte Hanus die ersten Modetrends der anstehenden Ordersaison. Demnach wird der nächste Winter nicht mehr so derb-rustikal, sondern cleaner und sportlich schicker. Mit einem ausgewogenen Verhältnis zwischen Kurz- und Langschaftstiefeln werde man auch weiterhin die Verbraucherinnen begeistern können, zumal die Hosenabschlüsse im Wesentlichen schmal bleiben. „Der Langschaftstiefel komplettiert bei vielen Frauen auch weiterhin den Look und hat somit seine Berechtigung“, so Hanus. Keile zeigten sich bereits in der vergangenen Saison und sind nun bei vielen Schuhtypen nicht mehr wegzudenken. Stiefeletten mit Keil und aus samtigem Veloursleder, das die Farben zum Leuchten bringt, werden vermutlich zum Renner der Saison. Hochfront-Pumps und -Trotteurs im Collegelook kommen mit blockigen, höheren Absätzen daher. Haferllaschen, Quasten und Lochungen bringen Schwung in viele Schuhtypen. „Die Klassiker von Gestern sind die neuen Schuhtypen von Morgen“, so der Modeurop-Vorsitzende. Dies gilt auch für die Herren. X-Light-Sohlen sind in vielen Kollektionen zu sehen. Accessoires rücken noch stärker in den Vordergrund und prägen die Farbigkeit der Outfits.
Über die „Entwicklung der 50 umsatzstärksten Vertragslieferanten beim Sabu“ informierte Bernd Schneider, zuständiger Einkäufer und Koordinator für diesen Bereich. In Anbetracht der unterdurchschnittlichen Abverkaufsquoten bei reiner Saisonware empfahl Schneider, bei den vorhandenen Beständen Lücken zu schließen und das Einkaufslimit ausschließlich für eine neue Optik des Sortiments zu nutzen. Ralph Hanus wies außerdem darauf hin, dass „wir aufgrund der zu erwartenden Verschiebung der Anteiligkeit der Kurz- und Langschaftstiefel dafür sorgen müssen, dass uns der Durchschnittsverkaufspreis nicht nach unten wegdriftet.“