Peter Kaiser baut Stellen ab

vom 06.02.2012

Der Schuhhersteller Peter Kaiser baut seine Produktkapazitäten am Standort Pirmasens ab.

Ein Teil der Produktion soll in das eigene Werk nach Portugal verlagert werden. Bis Ende März 2013 sollen die Maßnahmen umgesetzt werden. In einem ersten Schritt bedeute dies eine zeitnahe Kapazitätsanpassung von rund 25 Prozent der Paarzahl am Standort Pirmasens. Die betriebsbedingten Kündigungen sollen laut einer Mitteilung des Unternehmens auf ein Minimum beschränkt werden, dennoch dürften über 100 Arbeitsplätze wegfallen. Damit wäre fast jeder vierte Mitarbeiter betroffen. Zuvor war seit drei Jahren mit Kurzarbeit versucht worden, Entlassungen zu verhindern. Derzeit beschäftigt Peter Kaiser am Standort Pirmasens rund 450 Mitarbeiter, weitere 300 sind im Werk in Portugal tätig. Bereits im Jahr 2003 hatte das Unternehmen 162 Arbeitsplätze abgebaut. „Angesichts des immer schwieriger werdenden Marktumfeldes und der unsicheren Marktaussichten, sind die vorhandenen Produktionskapazitäten bei Peter Kaiser zu hoch und die gegenwärtige Struktur nicht mehr wettbewerbsfähig“, begründet die Unternehmensleitung diesen Schritt. Die Kapazität der Produktionsstätte in Pirmasens müsse an die realistische Marktsituation angepasst werden. Voraussetzung für den Erhalt des Standortes sei eine Rentabilität, die den Bestand sichere und auch Investitionen in moderne Produktionstechnik und in die Entwicklung der Marke zulasse. Die Rentabilität werde aber nach Einschätzung der Peter-Kaiser-Unternehmensleitung in den nächsten Jahren durch steigende Material- und Fertigungskosten und einen erhöhten Margendruck, aus einem sich konzentrierenden Handel, weiter unter Druck geraten. Die gesamte Jahreskapazität von Peter Kaiser wurde bisher mit rund einer Million Paar Schuhe angegeben. Der überwiegende Teil wird noch immer in Pirmasens produziert: Die Tageskapazität liegt insgesamt bei 4700 Paar Schuhen, davon werden 3200 Paar in Pirmasens und 1500 in Portugal gefertigt.