Roeckl: Sanierung ist das Ziel

vom 02.04.2017

Weitere Filiale in Berlin wurde geschlossen

Die Insolvenz in vorläufiger Eigenverwaltung des Münchner Unternehmens Roeckl Handschuhe & Accessoires GmbH & Co. KG ist durch einen Beschluss des Insolvenzgerichts München bestätigt worden. Vorläufiger Sachwalter des Verfahrens ist Rechtsanwalt Oliver Schartl von der auf Insolvenzverwaltung spezialisierten Münchner Kanzlei Müller-Heydenreich Bierbach & Kollegen. Geschäftsführerin Annette Roeckl führt das Unternehmen in Abstimmung mit dem vorläufigen Sachwalter. Der Geschäftsbetrieb soll uneingeschränkt weiterlaufen.

Am 31. März wurde die Filiale Berlin Friedrichstraße und somit der achte von ursprünglich 19 Standorten in Deutschland geschlossen. Das Geschäft war im Mai2015 eröffnet worden und hatte sich wesentlich schlechter entwickelt als erwartet. Dies sei die letzte Filialschließung im deutschen Markt, teilte das Unternehmen mit. Roeckl werde sich künftig auf die verbleibende Berliner Filiale am Kurfürstendamm konzentrieren. Den ca. 45 Mitarbeitern der von der Schließung betroffenen acht Filialen wurde ordentlich betriebsbedingt gekündigt. Die Löhne und Gehälter der verbleibenden rund 150 Mitarbeiter in Deutschland sind bis Ende Mai durch die Bundesagentur für Arbeit gesichert.

„Die Voraussetzungen für eine Sanierung des Unternehmens im Rahmen der Insolvenz in Eigenverwaltung liegen vor“, sagte Oliver Schartl. „Nach der ersten Prüfung der wirtschaftlichen Lage sehe ich für Roeckl gute Aussichten auf eine erfolgreiche Sanierung und eine langfristige Fortführung des Geschäftsbetriebs“, so Schartl weiter.