Tragetaschen: BDSE für Selbstverpflichtung

vom 28.09.2015

Schuhverband schließt sich HDE-Initiative an

Der Bundesverband des deutschen Schuheinzelhandels (BDSE) hat sich der vom Hauptverband des Deutschen Einzelhandels (HDE) entwickelten Selbstverpflichtung des Einzelhandels zur Reduzierung des Tütenverbrauchs angeschlossen. Die Selbstverpflichtung soll einem womöglich deutlich umfangreicheren Eingriff durch den Gesetzgeber vorbeugen. In Frankreich beispielsweise ist ab Januar die Abgabe von Einwegtragetaschen aus Kunststoff verboten.

Auch die Bundesregierung plant aufgrund einer EU-Richtlinie, den Verbrauch an Kunststofftragetaschen zu reduzieren, gegebenenfalls auch per Gesetz. Bei einer gesetzlichen Regelung würde der Einzelhandel Plastiktüten nur noch gegen eine Gebühr an seine Kunden abgeben dürfen. Die Erlöse müsste der Handel dann wohl an irgendeine staatliche Stelle weiterleiten.

Die Selbstverpflichtung sieht vor, dass die unterzeichnenden Handelsunternehmen Tragetaschen aus Kunststoff ab 1. Januar 2016 nur noch gegen eine Kostenerstattung an ihre Kunden abgeben. Bei der Verwendung der Erlöse hat jedes Handelsunternehmen aber freie Hand. Ausgenommen von der „Gebührenpflicht“ sind lediglich sehr dünne Plastiktüten (sog. Knotenbeutel) für lose Lebensmittel sowie andere Materialen, wie die im höhergenrigen Schuh- und Modehandel häufiger verwendeten Papier-Tragetaschen.

Der BDSE appelliert an die Unternehmen des Schuheinzelhandels, die Selbstverpflichtung einzugehen. Jedes Unternehmen kann über den Beitritt eigenständig entscheiden.