Deutsche Schuhindustrie: Umsatz stagniert

vom 11.03.2019

Umsatz im Schuheinzelhandel bricht 2018 um drei Prozent ein

Das Umsatzwachstum der deutschen Schuhindustrie hat sich 2018 deutlich abgeschwächt. Dies sagte der Vorsitzende des Bundesverbands der Schuh- und Lederwarenindustrie (HDS/L), Carl-August Seibel, anlässlich der Schuhmesse Gallery Shoes in Düsseldorf.

Die Umsätze der deutschen Schuhhersteller stiegen nur noch um 0,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Inflationsbedingt ergibt sich daraus allenfalls eine Stagnation. Der Gesamtumsatz lag im Jahr 2018 bei 2,96 Milliarden Euro. Während der Inlandsumsatz ein Wachstum von 3,2 Prozent aufweist, brach der Umsatz im Ausland um fast zehn Prozent ein. Vor allem in dem für die deutsche Schuhindustrie so wichtigen EU-Ausland ging der Umsatz stark zurück.

Der deutsche Schuheinzelhandel hat ein schwieriges Geschäftsjahr hinter sich. Über alle Vertriebswege und Betriebsformen hinweg gaben die Umsätze um durchschnittlich drei Prozent nach, so Brigitte Wischnewski, Präsidentin des Bundesverbands des Deutschen Schuheinzelhandels (BDSE). Das Marktvolumen erreichte 2018 insgesamt rund 11,5 Milliarden Euro. Die einzelnen Vertriebswege permormten allerdings unteschiedlich.Der stationäre Schuheinzelhandel musste im Jahr 2018 sogar ein Umsatzminus von etwa vier Prozent hinnehmen.