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Fashion! - Golden Eighties

vom 13.07.2014

arte, 13.07., 22:00-22:55 Uhr

Im Mittelpunkt des ersten Teils stehen die Modeschöpfer Thierry Mugler, Claude Montana, Jean Paul Gaultier und Azzedine Alaïa, die die goldenen 80er Jahre der Mode verkörpern.

In der zweiten Hälfte der 70er Jahre stehen in Paris vier junge Modeschöpfer - Thierry Mugler, Claude Montana, Jean Paul Gaultier und Azzedine Alaïa - in den Startlöchern, um die französische Haute Couture zu revolutionieren. Durch sie wird Paris zur weltweit führenden Stilmetropole avancieren. Jean Paul Gaultier, der schon bald als Enfant terrible der Modewelt gilt, wird 1952 geboren und wächst im Pariser Vorort Arcueil auf. 1970 kommt er zum Modehaus Pierre Cardin. Ende der 70er Jahre macht er sich mit seinen unkonventionellen Kreationen selbstständig. Er bricht mit der überlieferten Kleiderordnung, mit den Geschlechterrollen und gesellschaftlichen Unterschieden. Gaultier ist der erste Modeschöpfer, der sich selbst als Star inszeniert. Seine Ästhetik spiegelt sich in den Fotografien von Pierre et Gilles, in den Videoclips von Les Rita Mitsouko und in den Bühnenshows von Yvette Horner wider.

Azzedine Alaïa wird in 1940 in Tunis geboren und kommt mit 17 Jahren nach Paris. Er arbeitet für verschiedene Modehäuser. Zu seinen treuen Kundinnen zählen Greta Garbo, Arletty, Andrée Putman und Louise de Vilmorin. Anfang der 80er Jahre bringt er seine eigene Kollektion heraus. Er kreiert eine körperbetonte Mode, die ihren Käuferinnen ein animalisch-katzenhaftes Aussehen verleiht.

Claude Montana kommt 1949 zur Welt. Mit 20 Jahren entwirft er seine erste erfolgreiche Schmuckkollektion. 1976 schlägt seine erste Fashion-Show ein wie eine Bombe. Das begnadete Farbgenie legt seinen Schwerpunkt auf Uni-Töne. Von Malerei und Bildhauerei geradezu besessen, kreiert er Mode mit stark reduzierten Formen und sehr klarer Struktur. 1979 gründet er sein eigenes Unternehmen.

Thierry Mugler wird 1948 in Straßburg geboren. Der Kunstgewerbestudent und Tänzer kommt mit Anfang 20 nach Paris. Seine Kreationen sind körper- und umrissbetont mit starker Akzentuierung der Weiblichkeit. Seine Models widersprechen jeglicher Norm mit ihren XXL-Schultern, ihrer Wespentaille und den endlos langen Beinen. Thierry Mugler zelebriert als einer der ersten Designer Modenschauen als visuelle Kunstform und Unterhaltung.

Mit ihren Fashion-Events, die über eine Stunde dauern und bei denen scharenweise Models und Stars den Laufsteg bevölkern, entwickeln die vier Modeschöpfer eine betont erotische Mode als Hommage an den weiblichen Körper mit aggressiven, futuristischen, fast bedrohlichen Entwürfen. Diese Ästhetik prägt die gesamten 80er Jahre. Sie ergänzt perfekt die aufkommende Fitnesswelle und einen vom athletischen, leistungsfähigen Körper besessenen Trainingskult. Dank des Rückhalts im eigenen Land finden die vier Modeschöpfer auch im Ausland Anerkennung und Nachahmer. Den berühmten 80er-Jahre-Look findet man in fast allen Fernsehserien dieser Zeit.

Auf der anderen Seite des Atlantiks verliert die Mode jedoch ihre ironische, rebellische Komponente, wirkt konservativ und verkörpert den Einfluss von Macht und Geld: Es ist die Symbolik der Reagan-Jahre. Ihre höheren Weihen erhalten die vier Modeschöpfer, als ihre Dienste von den weltweiten Ikonen der Popkultur in Anspruch genommen werden, zum Beispiel von Tina Turner, Grace Jones, Madonna und George Michael, der Thierry Mugler sogar die Regie für den Videoclip zur Single „Too Funky“ überlässt. Die französische Mode ist auf dem besten Weg, ihre Ästhetik in der ganzen Welt durchzusetzen...