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Giftiges Leder

vom 20.10.2015

arte, 20.10., 21:10-22:10 Uhr

In Hazaribag, einem Vorort der Hauptstadt Dhaka, drängen sich rund 300 Gerbereien auf engstem Raum. Von hier aus werden Taschen, Schuhe oder Bekleidung aus Leder in die westlichen Länder verkauft, was Bangladesch mehr als 740 Millionen Euro einbringt. Zwölf Stunden täglich schuften Lederarbeiter für umgerechnet 40 Euro Monatsgehalt in den Gerbereien. Ihre Füße, Hände und Atemorgane werden von den chemischen Produkten stark belastet.

Es wird mit hochtoxischen Substanzen, wie zum Beispiel Quecksilber, gearbeitet, die in Europa streng verboten sind. 90 Prozent der Arbeiter entwickeln schwere Krankheiten, und nur wenige werden älter als 50 Jahre.

Nicht nur die Menschen, auch die Umwelt leidet, denn die Gerbereien lassen ihre hochgiftigen Abwässer ungefiltert in den zentralen Fluss ab. Auch die schlammigen Abfälle werden einfach zwischen den Hütten gesammelt und nicht entsorgt: Die Lederindustrie verursacht ein ökologisches Desaster.

Anwälte, Gewerkschafter und Wissenschaftler kämpfen verzweifelt für eine Verbesserung der Verhältnisse. Keine leichte Aufgabe, denn die größten Gerbereien gehören Regierungsmitgliedern, die ihre Macht nutzen, um sich drohenden Sanktionen zu entziehen. Was muss passieren, damit sich etwas ändert?

Wiederholungen

23.10., 09:50-10:50 Uhr

03.11., 09:50-10.50 Uhr