Kleider machen Deutsche: Von den 68ern zum Mauerfall (2)

vom 18.07.2015

WDR, 18.07., 00:45-01:30 Uhr

Jacke wie Hose ist es nicht, was man anzieht, denn Kleider machen Leute, so das Sprichwort. Zum Abschluss der Fashion-Reihe geht WDR.DOK mit der zweiteiligen Dokumentation "Kleider machen Deutsche" auf eine modische Zeitreise. Der zweite Teil erzählt, wie der Mini-Rock wird Symbol der sexuellen Revolution wurde, der Abschied von Mieder und BH zum Bild für die Emanzipation der Frau.

Ebenso wie die Unterschiede zwischen Arbeiterschaft und Bürgertum verwischen, verschwindet die strenge Unterscheidung in der Alltagskleidung der Männer - Anzug und Krawatte für den Angestellten, Blaumann für den Arbeiter, bis Jeans schließlich zur deutschen Universalkleidung werden, für alle Schichten und Lebenslagen.

Stets reflektieren Moden und Sitten die Geschichte unseres Landes: Die Frau im kurzen Rock - Schlampe oder modische Trendsetterin? Der Mann mit den langen Haaren und Jeans - Freigeist oder Gammler? So wie das Outfit eine Persönlichkeit charakterisiert, so spiegeln die Kleidungskonventionen die Gesellschaft. Was gestern noch skandalös war, mag heute schon betulich scheinen.

Archivausschnitte machen vergangene Zeiten lebendig und Prominente erzählen von zugeknöpft bis unumwunden von Kleidung als Symbol der Anpassung oder Auflehnung und von Modetorheiten, die einst todschick waren.

Wiederholung

Phoenix, 31.07., 16:30-17:15 Uhr