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Könnes kämpft: Phänomen Primark

vom 08.12.2014

WDR, 08.12., 20:15-21:00 Uhr

3 Euro für das T-Shirt, 9 Euro für die Jeans: Kleidung wird immer billiger. Zugleich geben die Deutschen aber von Jahr zu Jahr mehr Geld für Textilien aus. Das heißt, sie kaufen mehr, aber dafür billigere Kleidungsstücke. Der irische Modeanbieter Primark macht sich diesen Trend zunutze und trifft einen Nerv: Massenmode zu Tiefstpreisen.

Und damit ist er auf dem deutschen Markt sehr erfolgreich. Im Oktober eröffnete die 15. Primark-Filiale in Deutschland. Mit über 250 Filialen in Europa erwirtschaftete der Konzern im letzten Jahr rund 5 Milliarden Euro. Wie kann der Textilriese seine Waren so billig anbieten? Befördert der Trend zu "Fast Fashion" die Wegwerfmentalität der Konsumenten? Und was bedeuten die Tonnen an weggeworfener und nicht verkaufter Kleidung für die Umwelt?

Dieter Könnes ergründet das Phänomen Primark und macht sich auf die Suche nach dem Reiz an der Schnäppchenjagd. Er erklärt den großen Erfolg in Europa und zeigt, mit welcher Strategie der Mutterkonzern ABF, ein Lebensmittelriese, die Modebranche erobert. In Bangladesch schaut der WDR-Reporter, ob Primark bei der Herstellung der Billig-Klamotten etwas anders macht als die anderen Billiganbieter und Marken-Hersteller. Er untersucht, wie Primark umsonst Werbung von seinen Kunden machen lässt, und er prüft, wie hochwertig und modisch Kleidung zum Preis von einer Tasse Kaffee sein kann.