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Lowa: Neuer Partnerschaftsvertrag

vom 07.08.2017

Outdoor-Spezialist regelt Verhältnis zu seinen Vertriebspartnern

Der Outdoorschuh-Spezialist Lowa hat einen neuen selektiven Vertriebsvertrag an seine Händler verschickt. Darin wird geregelt, welche Rechte und Pflichten jede Seite hat. „Daran haben wir seit Beginn des Jahres intensiv und akribisch gearbeitet“, erklärt Deutschland-Vertriebsleiter Matthias Wanner. „Ziel der neuen Vereinbarung ist in erster Linie ein Schutz unserer bestehenden Vertriebspartnerschaften“, macht Wanner klar. Zu den Verpflichtungen, die Lowa in diesem Vertrag eingeht, zählt zum Beispiel, bis auf weiteres keine weiteren Neukunden im Sportkanal mehr aufzunehmen .

Händler müssen ihren Fokus auf Outdoor-Schuhe bzw. Outdoor generell legen, wobei als Definition ein entsprechend definiertes Warenmodul beigefügt wird, das mindestens einmal pro Jahr vorgeordert werden muss. Die ausschließliche Disposition von Top-Sellern oder Sonderposten ist künftig ausgeschlossen, um Trittbrettfahrern einen Riegel vorzuschieben. Darüber hinaus behält sich Lowa die Anwendung einer entsprechenden Nachorderquote vor. Damit soll jenen Handelspartnern eine bessere Warenverfügbarkeit gesichert werden, die viel Aufwand in die Warenplanung investieren und dadurch erst später in der Saison auf Nachorderware zugreifen.

Die Teilnahme an einer Schulung ist nach jeweils mindestens 18 Monaten Pflicht. Das Schulungsprogramm reicht von Instore-Terminen bis zu einem Premium-Angebot am Hauptsitz in Jetzendorf.

Der Distanzhandel wird nur beliefert, wenn parallel ein stationäres Geschäft besteht, das die Voraussetzungen des Partnerschaftsvertrages erfüllt. Im Internet-Store müssen an fünf Werktagen der Woche Verkäufer per Telefon oder Chat erreichbar sein und Beratung sowie After-Sales-Service sicherstellen. Gleichzeitig muss die Ware binnen drei Werktagen beim Kunden sein.

Der Vertrag soll zumindest für die nächsten fünf Jahre angewendet werden. Die Vereinbarung sei mit den beiden großen Einkaufskooperationen Intersport/SABU und Sport 2000/ANWR besprochen worden.

2012 war Lowa eine der ersten Schuh- und Sportmarken überhaupt, die eine solche Vereinbarung implementiert haben, „zunächst gegen einigen Widerstand“, wie Wanner anmerkt. Nach nunmehr fünf Jahren war es nach Überzeugung von Lowa an der Zeit, den Vertrag an die aktuellen Bedingungen anzupassen.