Panorama: Modische Männer

vom 08.07.2018

ORF2, 08.07., 13:10-13:35 Uhr

Karl Lagerfeld hat einmal gesagt: „Wer Jogginghosen trägt, hat die Kontrolle über sein Leben verloren.“ Ganz so dogmatisch sehen es vielleicht nicht alle - aber Mode ist natürlich auch Männern wichtig. Es hat nur ein wenig länger gedauert, bis die modische Kleidung des Herrn ins Blickfeld der Öffentlichkeit gerückt ist.

Anfang der 1960er-Jahre wurde in Hannover die erste Mannequin-Schule für Männer gegründet. Und damals war es fast noch ein Tabubruch, dass attraktive Herren ihr Geld mit der Präsentation von Anzug und Krawatte verdient haben. Ein paar Jahre später sind auch hierzulande die „Swinging Sixties“ angekommen. Und damit auch ein unkonventioneller Modestil. „In“ war alles, was auffallend und schrill war: Lange Haare, enge Schlangenhosen und natürlich der Minirock. Der war aber nicht nur für die junge Frau gedacht. Sondern auch - man höre und staune - für den Mann mit hübschen Beinen. Wie 1967 das Magazin „Neues für die Frau“ zu berichten wusste.

Die Männer-Mode wurde auch in den 1970-er Jahren lockerer und unkonventioneller. Aber noch immer gab es ein für die Männerwelt reserviertes Kleidungsstück: Die Krawatte. Ein modisches Stück, das nicht wärmt, kaum etwas verhüllt, eigentlich zu nichts gut ist. Außer: Den sozialen Rang des Trägers zu dokumentieren. Für Jugendliche, die sich gegen das Establishment auflehnten, wurde die Krawatte jedenfalls ein Stoff gewordenes Feindbild. Das „WIR“-Team berichtete. Mit oder ohne Krawatte.

Wiederholung

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