Schick nach Plan: Die bunte Modewelt der DDR

vom 23.12.2017

ZDFinfokanal, 23.12., 20:15 -21:00 Uhr

„Schick nach Plan - Die bunte Modewelt der DDR“ sucht nach den Spuren der DDR-Mode - ein graues und zugleich buntes Kapitel der DDR. Der verordnete Einheitslook gefiel nicht allen. Auch in der DDR gab es Models, Modesendungen im Fernsehen, Mode-Magazine und ein staatliches Modeinstitut. Es gab Textilproduktion und Modenschauen.

Alles ein bisschen anders als im Westen. Vieles gab es nicht zu kaufen, da musste Frau selber nähen. Zur lebendigen Modeszene der DDR gehörte Detlef Heising. Er leitet heute eine Künstleragentur und war zu DDR-Zeiten Dressman - der Dressman Nummer eins. Er modelte für Zeitschriften, Fernsehsendungen, Plakate und Modenschauen. Er gründete selbst eine eigene Modenschau namens Modeexpress, mit der er durch die Lande tourte. Heising und seine Truppe brachten Farbe in den grauen DDR-Alltag. Mit einem Dieselbus ging es in die entlegensten Winkel des Landes. Zu Bestzeiten spielten sie bis zu 50 Shows in der Woche.

Hannelore Gabriel war Chefdesignerin des Modeinstituts der DDR. In ihren Kollektionen war nichts aus der Luft gegriffen, die Mode passte sich dem DDR-Alltag an und versuchte doch ein wenig Pfiff reinzubringen. Viele der Kleider, die sie entwarf, sah sie nie auf der Straße. Denn die Sachen wurden zu einem großen Teil in den Westen exportiert. Natürlich ohne das Label „Made in DDR“.

Die schwule Stilikone zu DDR-Zeiten war Frank Schäfer. Er war Maskenbildner und Stylist bei Mode-Fotoshootings und Fernsehsendungen. Ihm vertrauten die Models ihre Ängste und Sorgen an. Frank Schäfer war der Mann hinter den Kulissen der DDR-Mode-Industrie, der die Models kurz vor dem großen Aufritt zurechtmachte.