Sioux-Gruppe schließt Werk in Portugal

vom 13.05.2019

Konzentration auf Produktionsstandorte in Indien

Die Sioux-Gruppe schließt ihr Werk in Portugal. Nach der der finalen Auslieferung der aktuellen Frühjahr/Sommer-Kollektion wird sich der Walheimer Schuhhersteller aus Portugal zurückzuziehen. Insgesamt beschäftigt Sioux im Werk in Lousada rund 150 Mitarbeiter. Im vergangenen Jahr waren bereits 40 Stellen abgebaut worden.

Die Anteile der Schuhe aus Portugal seien seit mehreren Saisons rückläufig gewesen, teilte das Unternehmen mit. In der letzten Saison wurden nur noch 50.000 Schuhpaare in Portugal gefertigt. Die Walheimer Unternehmensgruppe stellt demgegenüber rund 600.000 Schuhpaare pro Jahr her. Dabei fand in den letzten Jahren überwiegend nur noch die Endmontage in Portugal statt, die Schäfte wurden seit fast zehn Jahren bereits international zugespeist.

Mit diesem Schritt verabschiedet sich Sioux nun komplett aus Portugal. Die in Portugal wegfallenden Volumina sollen von den anderen Sioux-Partnerwerken hauptsächlich in Südindien übernommen werden. In Indien arbeitet Sioux seit fast 50 Jahren mit zwei Partnern zusammen, die inzwischen in zweiter Generation geführt werden. 1972 war Sioux Pionier, als das Unternehmen zusammen mit lokalen Partnern in Indien Produktionsfirmen nach deutschen Qualitäts- und Sicherheitsnormen aufbaute. Sioux habe dabei von Anfang an höchste Maßstäbe hinsichtlich der einzuhaltenden Arbeits-, Umwelt- und Sozialstandards gesetzt, versichert das Unternehmen.

„Für uns stellt die Schließung des Werkes in Portugal einen schmerzhaften, aber alternativlosen Schritt dar“, so Lewin Berner, CEO der Sioux-Gruppe. „Der Strukturwandel und insbesondere die Digitalisierung in der Branche machen es notwendig, dass Unternehmen ihre Kostenstrukturen auf Vordermann bringen.“

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