Unsere zweite Haut: Mode und Geschlechterrollen

vom 12.03.2016

ARD-alpha, 12.03., 22:00-22:30 Uhr

Folge 5

Über viele Jahrhunderte waren Frauen weitgehend aus dem öffentlichen Leben ausgeschlossen und bestenfalls zum schmückenden Beiwerk degradiert, was sich auch in der Kleidung zeigte. Modehistorikerin Gundula Wolter zeichnet die Befreiung des weiblichen Geschlechtes in dieser Hinsicht nach. Indem sich Frauen das Recht erstritten, Hosen zu tragen, ließen sie die oft gesundheitsschädigende, auf jeden Fall aber bewegungshinderliche Kleidung früherer Zeiten hinter sich.

Anhand von drei Prototypen - einer Frau, einem Mann und einem androgynen Schauspieler -und ihrer gendertypischen Kleidung spannt die Folge einen Bogen von Marie Antoinette bis zu Conchita Wurst.

"Frauen erscheinen - Männer sind". Auf diese einfache Formel ließe sich das geschlechtsspezifische Kleidungsverhalten herunterbrechen. In der Damenmode wird bis heute variantenreich lustvoll mit sinnlichen Reizen gespielt, die Herrenmode hingegen hat sich im Wesentlichen auf den körperliche Merkmale verbergenden Anzug reduziert. Im Bild: Dita Scholl.