Zahl der Schuhfachgeschäfte weiter rückläufig

vom 09.05.2019

Anzahl der Schuhfachhändler hat sich seit 2000 halbiert

Die Zahl der Schuhfachgeschäfte in Deutschland ist weiter rückläufig. Wie das Statistische Bundesamt mitteilte, entwickelte sich das Marktvolumen in den vergangenen Jahren nominal zwar durchaus leicht positiv, die Zahl der Anbieter ging jedoch deutlich zurück: So hat der Schuhfachhandel allein zwischen 2010 und 2017, also binnen sieben Jahren, rund 1.200 Unternehmen bzw. 24 Prozent seiner Anbieter verloren. Noch gravierender sieht es in der Langfristbetrachtung aus: Seit 2000 hat sich die Zahl der Schuhfachgeschäfte von damals 7.250 auf rund 3.800 Unternehmen annähernd halbiert.

Obwohl die Zahl der Unternehmen stark rückläufig war, hatte dies auf die Zahl der einzelnen Geschäfte (Point of Sales) und die Anzahl der Mitarbeiter im Schuhhandel keinen wesentlichen Einfluss. Denn sowohl die Zahl der Läden als auch der Beschäftigtenstand blieben weitgehend stabil.

Die Ursache dieses Auseinanderdriftens der Kurven von Marktteilnehmerzahlen einerseits und Branchenumsatz, POS-Angebot und Beschäftigtenzahl andererseits dürfte hauptsächlich darin liegen, dass die großen Schuhfilialisten aufgrund von Expansionsstrategien über einen längeren Zeitraum hinweg zum Teil stark gewachsen sind, während hauptsächlich kleinere Betriebe aus dem Markt ausschieden. Letztere wurden nicht nur durch den intensiven Wettbewerb und aufgrund neuer Vertriebskonzepte aus dem Markt gedrängt, sondern oftmals schlossen die betreffenden Schuhgeschäfte ihre Türen auch altersbedingt und wegen fehlender Unternehmensnachfolge.