Crazy Shoe Award geht nach Deutschland

vom 28.04.2014

Auf dem Wiener Schuhmacherball wurden die verrücktesten Schuhe ausgezeichnet

Beim Wiener Schuhmacherball im Wiener Colosseum XXI präsentierten nationale und internationale Schuhdesigner außergewöhnliche Schuhdesigns. Der Preis für den „verrücktesten Schuh“, der „Award for the Crazy Shoe“, ging dieses Mal an eine Designerin aus Deutschland.

Fluch der Karibik, Engel, Koralle mit Fisch, Dampfmaschinenpotsch oder Schlangenskelett - beim Wiener Schuhmacherball im Colosseum XXI übertrumpften sich Designer aus ganz Europa mit außergewöhnlichen Ideen zum Thema „Schuhwerk“. Letztendlich ging der „Award for the Crazy Shoe“ an Lisa Brumbauer (20) aus Pirmasens mit ihrer fleischfressenden Pflanze „Audrey“. „Es ist ein unglaublich tolles Gefühl. Ich hab wirklich nicht damit gerechnet. Die Konkurrenz war ja sehr groß. An den Schuhen habe ich drei Wochen lang, immer nach der Schule, gearbeitet. Wir hatten in der Designschule ein Projekt in Bio, daraus ist eine fleischfressende Pflanze geworden. Mit den Schuhen kann man bequem laufen. Ich möchte unbedingt etwas im Schuhdesign machen. Mein Traum ist es, immer solche Schuhe zu designen", so die Jungdesignerin. Den zweiten Platz holte Theresa Gerlinger aus Amstetten. Platz 3 ging an Martin Neubauer aus Wien.
Andreas Kudweis, Innungsmeister und Erfinder des Crazy Shoe Award: „Der ,Crazy Shoe Award‘ wurde ins Leben gerufen, um das kreative Potential im Schuhmacherhandwerk aufzuzeigen und zu fördern. Besonders unser Nachwuchs reflektiert darauf. Viele Personen, die noch in Ausbildung sind, haben das Schuhmacherhandwerk als zweiten Bildungsweg gewählt und bringen zusätzliche Kompetenzen über Materialien, Formgebung und Design ein. Dies ist eine äußerst spannende Entwicklung, die es zu nützen gilt! Auch etablierte Kollegen erfreuen sich an ihren neuen, kreativen Schöpfungen und werden so zum Experimentieren angeregt.“

„Schuh-Mekka“ Wien

Mit dem Schuhmacherball, der bereits seit 1938 veranstaltet wird, betont Österreich seine Bedeutung in der internationalen Schuhbranche. „Wien spielt eine zentrale Rolle im Schuhmacherhandwerk und dieser Bewerb unterstreicht dies auch“, so Kudweis. Der Ball wird vom Verein zur Förderung des Schuhmacherhandwerks ausgerichtet. Er wird von der Zunft nicht nur als gelungenes Ball-Event erlebt, sondern außerdem für eine Leistungsschau der handwerklichen Genialität und Kreativität genutzt: Dem „Award for the crazy shoe“, ausgeschrieben von der Landesinnung Wien der Schuhmacher und Orthopädieschuhmacher. Der Aufruf zur Gestaltung der verrücktesten Schuhe erging an alle Schuhmachermeisterbetriebe, Schuh-Designer sowie Schuhmanufakturen Europas. Die einzige Vorgabe lautet: Das präsentierte Schuh-Kunstwerk muss tragbar sein.