Opulenz trifft Athleisure

vom 28.02.2017

Die Fashion-Trends H/W 2017/18 beim SABU

Damenmode

Die Damenmode zum Herbst 2017 ist so vielfältig wie lange nicht. Einerseits reich, fast schwülstig, anderseits modernistisch, klar und kühl mit technischen Stoffen und dynamischen Silhouetten.

Top-Influencer ist Allessandro Michele, der kreative Kopf von Gucci. Er prägte einen speziellen, wilden Stilmix aus Mustern, opulenten Materialien und vielfältigen Details. Mit Glanz und Glitter, verziertem Brokat, Goldstreifen, Webpelzen mit Farbverläufen und goldenen Bordüren. Blumen prangen auf Stoffen in Satinoptik, Fuchs, Hase, Drache und Tiger kommen in leuchtenden Farben. Uniformjacken einerseits, Samt und Üppigkeit andererseits prägen den Stil.

Hosen kommen in fast allen Längen und Weiten. Skinny ist gesetzt, gemütliche Jogg-Pants tragen fast immer seitliche Galonstreifen, verkürzte sowie überlange und extraweite Hosenformen - alles ist erlaubt. Der Glam-Rock ist zurück. Wadenlang oder eine Handbreit über dem Knie endend sind die wichtigsten Längen.

Den Gegenpol zum Trend „Opulenz“ bilden die Hauptthemen „Athleisure“ und „90er New Romantic, Gothic und Grunge“. Die sportlich inspirierte Athleisure-Streetwear kommt entweder dynamisch, also funktionell und mit schmalen Schnitten daher, oder zeigt sich entspannt weich, bequem und gemütlich in hellen, gedämpften Farben. Ganz anders die „90er“. Dieser coole Streetstyle zeigt sich laut, rebellisch und provokativ. Dunkle rüschen- und spitzenbesetzte Teile treffen auf transparenten Tüll, Jeans – gerne im Used-Look – begegnen Parkas, Flieger- und Uniformjacken mit Camouflagemuster, Layering-Optiken aus unterschiedlichsten Materialien kommen fast immer mit Logo- und Statementdrucken oder dekorativen Patches daher. Schwarz und Aubergine im Kontrast mit Weiß und Pink dominieren das Bild.

Damenschuhe

Bei den Damenschuhen bestimmen weiterhin Sneakertypen und Stiefeletten – besonders modisch mit längerem wadenhohem Schaft – das Bild. Beide Schuhtypen kommen mit robusten, betonten Böden, die jedoch immer leicht, weich und komfortabel sein müssen.

Derbe, maskuline Workerboots sind ein Muss, auch oder gerade zum Rock. Von glatt und abgeräumt, über Grunge-Boots mit Verzierungen aus Nieten, Schnallen und Ketten bis hin zu dekorativ geschmückten Varianten ist alles erlaubt. Lammfell ist ein Top-Thema: von reiner Laschen-Dekoration, über sichtbaren Futterstoff bis zum kompletten UGG-artigen Stiefel. Flach und sportlich sollten Langschaftstiefel, wenn auch in geringem Umfang, berücksichtigt werden.

Der klassische Pumps wird – mit Ausnahme der Anlassmode – durch Blockabsatz-Loafer ersetzt. In Samt, mit und ohne Print, in tiefen Edelsteinfarben, aber auch in lichten Tönen wie etwa Hellgrau und Rosa, prägen sie das Bild der Mode. Highlights setzen Dekorationen aller Art und wirklich überall, egal ob subtil oder richtig plakativ über Metallics, Laschen, Trensen, Applikationen, Patches (Aufnäher) und Badges (Abzeichen). Ebenso vielfältig geben sich die Leistenformen: Karree und rund, spitz oder Mandelform, alles ist möglich.

Herrenmode

Herrenmode ist lässig und smart. „Slim fit“ ist hier weiterhin das große Thema. Als neue Hosenform kommt die Bundfaltenhose mit mehr Weite. Ebenfalls wieder trendy: die Herrenweste. Alte, traditionelle Stoffe wie Tweet, Fischgrat und Karos prägen das Bild, ebenso wie Strick sowie Jacken und Sakkos aus Jersey. Trendfarben sind Grau, Bordeaux und ein rostiges Rot (Oxbloud). Activewear sieht man häufig in Kombination mit klassischen Tarnmustern (Camouflage).

Herrenschuhe

Dazu trägt Mann Sneakers, maskuline Boots oder – etwas feiner – klassische Chelsea-Boots. Selbst der derbste Stiefel präsentiert sich flexibel und mit federleichten Böden. Schwarz geht bei den Herrenschuhen weiter zu Gunsten von (helleren) Brauntönen zurück, Blau, Grau und Olive setzen Farbakzente.