Wiener Schuhmacher kürten „Crazy Shoe“

vom 26.04.2019

Designerin aus Deutschland gewinnt mit Modell "Harley Davidson"

Die Landesinnung Wien der Schuhmacher rief zum vermutlich verrücktesten Wettbewerb des Jahres auf: Am, 24. April wurde der „Award for the Crazy Shoe 2019 Vienna“ vergeben. Der erste Preis bei diesem europaweiten Wettbewerb ging an Paloma Wich aus Deutschland. Sie konnte mit ihrem Schuhdesign, dem sie den Namen „Harley Davidson“ gab, überzeugen. Über Platz zwei durfte sich Livia Kobayashi aus Tirol freuen, die für ihre „Butterfly Boots“ ausgezeichnet wurde. Den dritten Preis holte sich Eva Tremmel aus Deutschland für „Peacock“. Auch Wettbewerbsbeiträge aus Niederösterreich, die von Insassen der Justizanstalt Krems Stein eingereicht wurden, bezauberten das Publikum, waren jedoch nicht unter den drei Gewinnern.

Drei prämierte „Schuh-Werke“

1. Platz: „Harley Davidson“

Paloma Wich von der Schuhfachschule Pirmasens weist darauf hin, dass sie „nur“ 1,60 Meter groß ist, was bedeute, dass „die Beine und Arme zu kurz sind, um an die Pedale und ans Lenkrad einer Harley Davidson zu gelangen“. Um trotzdem der Biker-Leidenschaft frönen zu können, entwarf sie Schuhe, denen sie den Namen „Harley Davidson“ gab: Auf einer orangen Stiefelette montierte sie schwarze Fransen aus Ziegenleder, der Räder-Absatz aus Metall wurde von einem Schmied nach einem Modell der Designerin angefertigt.

2. Platz: „Butterfly Boots“

Livia Kobayashi stammt aus Schwaz in Tirol und hat dort die Lehre zur Orthopädieschuhmacherin absolviert. Mittlerweile lebt sie in Australien, wo sie als Theaterausstatterin erfolgreich ist. Ihr Wettbewerbsbeitrag, ein Overknee-Stiefel, experimentiert mit dem Motiv des Schmetterlings.

3. Platz: Peacock

Eva Tremmel von der Schuhfachschule Pirmasens in Deutschland fertigte aufwändige Pfauenschuhe auf einem schmalen, spitzen Leisten. Das Obermaterial besteht aus seidigem Synthetikmaterial, das Gefieder aus echten Pfauenfedern.