Alsa schließt Werk in Steinau

vom 21.08.2013

Birkenstock-Tochter verlagert Produktion nach Görlitz

Der Schuhkomponentenhersteller Alsa verlagert nach Medienberichten seinen Hauptsitz vom osthessischen Steinau-Uerzell nach Görlitz. Bis zum Jahresende soll die Produktionsstätte geschlossen werden. Insgesamt 281 Mitarbeiter wären von dem Umzug betroffen. Die Beschäftigten der Alsa GmbH wurden am 19. August über die Pläne zur Schließung des Standortes informiert. Die Mitarbeiter aus Produktion und Verwaltung haben das Angebot erhalten, ins 500 Kilometer entfernte sächsische Görlitz zu wechseln.

Unternehmenssprecher Jochen Gutzy begründete die Entscheidung, den Standort des zur Birkenstock-Gruppe gehörenden Unternehmens nach Görlitz zu verlegen damit, dass an der Neiße die Produktion effektiver gestaltet werden könne und anders als in Steinau die Möglichkeit zur räumlichen Erweiterung bestehe. Außerdem müsse Alsa in Steinau Miete zahlen, während die Fabrik in Görlitz in Firmenbesitz sei. Wie viele Mitarbeiter tatsächlich den Weg nach Ostdeutschland antreten, ist fraglich. Der Betriebsrat hält den Umzug für unrealistisch.

Das Unternehmen wurde 1945 von Alfons Saum in Uerzell gegründet. Die Produktion begann damals mit der Herstellung von Schuhabsätzen. Das Unternehmen wechselte 1968 zur Continental AG und wurde 1989 an den Schuhhersteller Birkenstock verkauft, dessen wichtigster Lieferant die Alsa ist. Rund 500 Menschen arbeiten an den zwei Standorten in Steinau-Uerzell und Görlitz. Alsa bezeichnet sich selbst als größten Hersteller von Schuhkomponenten in Europa.