Birkenstock ist ausverkauft

vom 30.10.2015

Schuhhersteller nimmt derzeit keine Aufträge mehr an

Der Schuhhersteller Birkenstock nimmt bis auf weiteres keine neuen Direkt- und Terminaufträge mehr an. Dies teilte das Unternehmen heute in einem Schreiben seinen Kunden mit. Dies gelte für das gesamte Sortiment und betreffe alle Bestellwege, also sowohl das B2B-Portal und EDI als auch E-Mail-, Post-, Telefon- und Fax-Bestellungen.

Als Grund nannte Birkenstock Kapazitätsengpässe. Die Vorbestellsaison für die Frühjahr/Sommer-Kollektion 2016 sei mit einem neuen Rekord zu Ende gegangen. Das unverändert hohe Wachstumstempo stelle das Unternehmen „aber auch vor gewaltige Herausforderungen“. „Uns ist bewusst, dass wir Ihnen in den letzten Monaten viel Geduld abverlangt haben. Aus diesem Grund hat die Lieferzuverlässigkeit für uns in den nächsten Monaten allerhöchste Priorität“, heißt es in dem Schreiben.

Im Moment würden die gewünschten Liefertermine für Frühjahr/Sommer 2016 mit den Systemkapazitäten abgeglichen. „Auch wenn es an der aktuellen Situation nichts ändert: Seien Sie versichert, dass wir in allen Teilen des Unternehmens mit Hochdruck daran arbeiten, die Liefersituation zu verbessern“, verspricht Birkenstock.

Die Produktionskapazitäten seien in den letzten zwei Jahren verdoppelt worden. In diesem Geschäftsjahr werde noch ein mittlerer zweistelliger Millionen-Euro-Betrag in den Ausbau des Logistik-Centers investiert. Es werde aber sicher noch einige Zeit dauern, bis sich die Situation wieder normalisiert hat.

 

 

Der Auftragsstopp gelte auch für die eigenen Geschäfte. „Diese werden genauso behandelt wie externe Kunden“, betonte Unternehmenssprecher Jochen Gutzy gegenüber SHOEZ. „Das ist eine Frage der Fairness.“