Birkenstock verlagert 200 Jobs nach Köln

vom 24.05.2019

Bisheriger Standort in Rahms wird aufgegeben

 

Der Schuhhersteller Birkenstock will rund 200 Arbeitsplätze vom Rahms bei Neustadt/Wied ins 60 Kilometer entfernte Köln verlagern. Dies sind rund die Hälfte der derzeit an diesem Standort Beschäftigten. Der Standort Rahms mit Personalverwaltung und Rechtsabteilung sowie Einkauf und Vertrieb soll aufgegeben werden. Die andere Hälfte der dort Beschäftigten wird auf die übrigen Standorte in der Region verteilt. „Die Verwurzelung mit der Region bleibt somit erhalten“, so Birkenstock-Pressesprecher Jochen Gutzy. Im Spätherbst soll der Umzug vollzogen werden.

In Köln beschäftigt Birkenstock bereits 110 Mitarbeiter aus den Bereichen Produktentwicklung und Design, Europa-Vertrieb sowie Marketing und Kommunikation an drei Standorten. Jochen Gutzy bestätigte, dass der Standort Köln weiterentwickelt und ausgebaut werden soll. Derzeit werde über mehrere Objekte vor allem in der Nähe des historischen „Lokschuppens“ im Rheinauhafen, einem der drei Kölner Birkenstock-Standorte, verhandelt. Konzernsitz bleibt Burg Ockenfels in Linz am Rhein (Rheinland-Pfalz) mit künftig bis zu 40 Arbeitsplätzen.

Als Grund für die Verlegung nannte Gutzy den unattraktiven Standort in Rahms. Birkenstock sei in der Vergangenheit stark gewachsen und wachse immer noch. Zusätzliche Mitarbeiter für den Standort Rahms zu finden sei allerdings „fast unlösbar“. „Der Schritt ist unabdingbar und von der Suche nach neuem Mitarbeiteten motiviert. Die junge Generation, die heute ins Berufsleben eintritt, hat ein anderes Mobilitätsverhalten und besitzt im Zweifel gar kein eigenes Auto mehr. Mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist es eine Weltreise von Köln, Düsseldorf oder Frankfurt nach Rahms. Als Weltmarke konkurrieren wir aber mit Unternehmen, die in diesen Metropolen angesiedelt sind.“ Im Einzelfall werde man „Härten abfedern“.