Birkenstock vollzieht Wandel zum Konzern

vom 15.10.2013

Verdopplung der Paarzahlen bis 2020 geplant

Der Komfortschuhhersteller Birkenstock ist ab sofort ein Konzern. Zum 1. Oktober hat das Traditionsunternehmen erfolgreich den Wandel vom losen Verbund aus 38 Einzelunternehmen zu einer Gruppe mit drei Geschäftsbereichen (Produktion, Vertrieb, Services) vollzogen. Die Leitung der Gruppe liegt in den Händen eines Führungsteams, das erstmals nicht aus dem Kreis der Familie stammt: Oliver Reichert und Markus Bensberg steuern gemeinsam die Aktivitäten des Komfortschuhherstellers – ein Novum in der fast 240-jährigen Geschichte des Unternehmens.

Den knapp 2.000 Beschäftigten soll der Schritt zur Gruppe viele Vorteile bringen: kürzere Entscheidungswege, einfachere und transparentere Strukturen sowie eine direktere Kommunikation. Mittelfristig werden zahlreiche neue Arbeitsplätze entstehen. Denn Birkenstock wird weiter wachsen: Bis Ende 2020 sollen sich die Paarzahlen verdoppeln. Dafür sind erhebliche Investitionen in den Ausbau des Vertriebs und die Aufstockung und Modernisierung der Produktion am Standort Deutschland geplant. Produziert wird auch weiterhin in Deutschland. Um der Konkurrenz aus Asien und Südeuropa dauerhaft die Stirn bieten zu können, wird dabei auch in neue, innovative Technologien und Verfahren investiert.

Neuer Verwaltungssitz der Gruppe ist die Nachbargemeinde Neustadt/Wied. Im Innovationspark Rahms hat der Komfortschuhhersteller einen hochmodernen Gebäudekomplex angemietet, der ab dem 1. Januar 2014 den Birkenstock-Campus beherbergt

Die drei Gebäude mit insgesamt rund 11.400 Quadratmetern Büro- und Nutzfläche ermöglichen es den bislang auf zwei Standorte verteilten Mitarbeitern der Verwaltung und der Marken, nach dem vollzogenen Schritt zur Gruppe jetzt auch räumlich unter ein Dach zu schlüpfen. Auch der Showroom, der Kunden und Vertriebspartnern aus aller Welt einen Überblick über die Kollektion gibt, wird in den neuen Räumen einen angemessenen Platz finden. Vettelschoß wird wieder seiner eigentlichen Bestimmung zugeführt und zu einem internationalen Logistikzentrum weiterentwickelt. St. Katharinen wird sich künftig auf seine Rolle als Produktionsstandort konzentrieren.