Bread & Butter: 500 Euro Eintritt für Nicht-Einkäufer

vom 31.05.2013

Die Berliner Messe Bread & Butter erhebt ab der diesjährigen Juliveranstaltung Eintrittspreise für bestimmte Besuchergruppen.

500 Euro netto für einen Drei-Tages-Ticket müssen künftig alle Besucher der Bread & Butter zahlen, die keine Einzelhändler und Einkäufer sowie Mitarbeiter, Agenten, Distributeure und PR-Agenturen von Ausstellern sind. Außerdem erhalten Mitarbeiter von Handelsverbänden, Botschaften und der Presse weiterhin freien Eintritt.

In der Praxis also laden die Aussteller durch ihren Beitrag die Fachbesucher ein. Dabei hat jeder Aussteller, jede Marke, jedes kleine Label verständlicherweise zunächst den Einkäufer bzw. Retailer und natürlich auch die berichtende Presse im Fokus. Schließlich geht es auf einer Fachmesse darum, den Einkäufer und den Retailer für die Kollektionen zu begeistern, letztlich aber um deren Verkauf, sowie die Einleitung entsprechender PR und Kommunikationsmaßnahmen mit den berichtenden Medien.  Aussteller, die mit einer Umlage letztlich den freien Eintritt finanzierten, hätten verständlicherweise zunächst den Einkäufer bzw. Retailer und die berichtende Presse im Fokus.

Das Eintrittsgeld müssen künftig Produzenten und Fabrikanten, Personen aus dem Bereich der textilen Vorstufe, wie Webereien, Wäschereien oder Färbereien, branchennahe Dienstleister und Anbieter, wie PR- und Marketing-Agenturen, sofern sie nicht für einen Aussteller tätig sind, Modelagenturen, IT-Anbieter oder Ladenbauer, sowie „Special interest people“, wie Messeveranstalter aller Branchen oder Immobilienmakler entrichten. Die Bread & Butter bittet die nun gebührenpflichtigen Besucher um Verständnis, dass auch von ihnen ein Beitrag zur Veranstaltung gefordert werde, schließlich profitierten sie in hohem Maße von der Anwesenheit von Geschäftspartnern und möglichen künftigen Kunden. Außerdem sei es nur so möglich, den relevanten Business Professional vom „Messe Hopper“ zu unterscheiden.

Keinen Zutritt hätten weiterhin Inhaber und Mitarbeiter von vertikalen Unternehmen wie H&M, Inditex, Primark, Uniqlo, Esprit oder New Yorker. Hier bestehe sicherlich nicht die Absicht, von den Ausstellern Kollektionen zu kaufen. Deshalb sei dieser Personenkreis für alle Beteiligten der Bread & Butter irrelevant und auf der Veranstaltung nicht erwünscht. Da es sich um eine Fachmesse handele, erhielten auch Endverbraucher keinen Zutritt  zu der Veranstaltung.