Bretoniere Group ist insolvent

vom 13.03.2019

Niederländischer Damenschuhanbieter nennt Umsatzrückgänge als Grund

Die Bretoniere-Gruppe hat Insolvenz angemeldet. Dies teilte der niederländische Damenschuhanbieter mit. Nachdem bereits in der vergangenen Woche der Geschäftszweig Großhandel in Konkurs gegangen ist, wurde mittlerweile auch Insolvenz für die übrigen Unternehmenszweige der Bretoniere Group BV angemeldet, darunter die eigenen Geschäfte und den Webshop. Zunächst bleiben die Läden und der Webshop geöffnet. Zum Unternehmen gehören die Marken Fred de la Bretoniere und Shabbies. Insgesamt betreibt das Unternehmen elf eigene Geschäfte und Outlets in den Niederlanden und beschäftigt 115 Mitarbeiter.

Als Grund für die Insolvenz nannte die Bretoniere-Gruppe, dass die allgemeine Marktlage zu Umsatzrückgängen geführt habe. Laut Geschäftsführer Dennis Mok steht das Unternehmen in Verhandlungen mit potenziellen neuen Eigentümern. Aufgrund der derzeitigen Situation könne die Auslieferung und Bearbeitung der Retouren in der kommenden Periode nicht garantiert werden. Aus diesem Grunde seien die Bestellungen storniert worden.

Das Modeunternehmen wurde vor fast einem halben Jahrhundert von dem ehemaligen Maler und Sportlehrer Fred de la Bretoniere gegründet. 1972 eröffnete er im Alter von 27 Jahren sein erstes Geschäft in Amsterdam, in dem er Lederarmbänder und Schuhe verkaufte. Ende 2014 verkaufte Fred de la Bretoniere eine Mehrheitsbeteiligung an die Investmentgesellschaft Karmijn Capital. Der heute 69-jährige Gründer blieb dem Unternehmen als Designer verbunden.

Laut Jahresbericht im Handelsregister betrug der Bruttoumsatz zuletzt rund zehn Milloinen Euro. In den vergangenen Jahren schrieb das Unternehmen rote Zahlen, 2017 schloss Fred de la Bretoniere mit einem Verlust von 2,2 Millionen Euro ab. Zahlen für das letzte Jahr lagen noch nicht vor.