Bruno Magli unter Gläubigerschutz

vom 06.08.2014

Italienischer Schuhhersteller muss bis Mitte September Sanierungsplan vorlegen

Der italienische Schuhhersteller Bruno Magli SpA hat bereits am 15. Juli Concordato Bianco, eine Art selbstverwalteter Gläubigerschutz, beantragt. Das Unternehmen, das in den letzten Jahren drei Mal den Besitzer wechselte, war erst vor einem halben Jahr von der Schweizer Investorengruppe Da Vinci Invest AG übernommen worden. Nun hat Bruno Magli zwei Monate Zeit, den Gläubigern einen Sanierungsplan zu präsentieren. Ein Treffen mit Vertretern der Gewerkschaften ist für den 25. August anberaumt. Inzwischen wurden bereits zwei Geschäfte in der Mailändern Nobeleinkaufsstraße Via Montenapoleone und am Flughafen Fumicino in Rom geschlossen. Der Laden in Venedig ist nach italienischen Medienberichten von der Schließung bedroht. Das Concordato Bianco wird jetzt durch KPMG und Simmons & Simmons begleitet, um eine Fortführung ohne Schulden zu erreichen. 51 Prozent der Gläubiger müssen dem Fortführungsplan zustimmen.

Bereits 2011 war das 1936 gegründete Unternehmen in Bologna stark umstrukturiert, 90 Stellen gestrichen und die Produktion ausgelagert worden. Heute arbeiten noch rund 80 Mitarbeiter für das Label. Im Juni war CEO Hendrik Klein von Giuseppe Pirola ersetzt worden.