Chrom VI-Verordnung tritt in Kraft

vom 30.04.2015

Ab 1. Mai ist Chromat EU-weit in Lederartikeln verboten

Ab dem 1. Mai tritt eine EU-Verordnung in Kraft, die es verbietet, Lederwaren auf den Markt zu bringen, die eine Konzentration von mehr als 3 mg/kg Chrom VI enthalten. Dies ist gleichzeitig die technische Nachweisgrenze. Das Verbot betrifft alle Produkte aus Leder, die mit der menschlichen Haut in Berührung treten können.

Bei rund 80 bis 85 Prozent der weltweiten Lederproduktion wird Chrom III als Gerbstoff eingesetzt. Unter bestimmten Produktions- und Lager-Bedingungen kann es sich in Chrom VI umwandeln, das in Verdacht steht, krebserregend zu sein und Allergien auszulösen. Das Verbot gilt nur für Artikel, die ab dem 1. Mai auf den Markt kommen.

Bisher galt in Deutschland ein gesetzliches Verbot von Chrom VI nur für Arbeitshandschuhe. Bei anderen Lederartikeln, die in engen Kontakt mit der Haut geraten - also vor allem Bekleidung und Schuhe - existierte bis dato kein Grenzwert.