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Deutsche Schuhindustrie legte 2014 deutlich zu

vom 23.01.2015

Umsatzplus von 8,8 Prozent auf über 2,5 Milliarden Euro

Nach Umsatzrückgängen in den beiden Vorjahren ist der Umsatz in der deutschen Schuhindustrie im Jahr 2014 wieder deutlich gestiegen. Dies teilte der Bundesverband der deutschen Schuh- und Lederwarenindustrie (HDS/L) im Vorfeld der Düsseldorfer Schuhmesse GDS mit. Mit einem Umsatzplus von 8,8 Prozent im abgelaufenen Jahr gegenüber den beiden Vorjahren wird sogar das Umsatzvolumen aus dem Jahr 2011 (2,457 Milliarden Euro) übertroffen. Die deutschen Schuhhersteller erzielten im Jahr 2014 einen Gesamtumsatz von 2,518 Milliarden Euro, gegenüber 2,313 Milliarden Euro 2013.

Im Vergleich zu der guten Entwicklung des Inlandsumsatzes nahm der Auslandsumsatz 2014 gegenüber dem Vorjahr um 2,4 Prozent ab. Wertmäßig sind das 602 Millionen Euro gegenüber 617 Millionen Euro im Jahr 2013. Der Inlandsumsatz stieg von 1,696 Milliarden Euro um 12,9 Prozent auf 1,915 Milliarden Euro im Jahr 2014. Der Anteil des Auslandsumsatzes am Gesamtumsatz sank somit um 2,8 Prozentpunkte auf 23,9 Prozent.

Die Preise bei Schuhen blieben in Deutschland nahezu stabil. Die „Verbraucherpreise für Schuhe“ in Deutschland stiegen ebenso wie die allgemeinen Verbraucherpreise um 0,9 Ptozent. Dagegen stiegen die „Erzeugerpreise für Schuhe“ etwa um das Doppelte (+1,9 Prozent). Die Inflationsrate für 2014 liegt nach Angaben des statistischen Bundesamtes bei voraussichtlich ebenfalls 0,9 Prozent. Für 2015 sei deshalb mit keinen nennenswerten Preissteigerungen bei Schuhen zu rechnen, so der HDS/L.

Zwar habe vor allem das milde Winterwetter dazu geführt, dass sich die Abverkäufe des Schuhhandels schwach entwickelten, so Verbandsgeschäftsführer Manfred Junkert. Insofern sei eine Zurückhaltung des Schuhfachhandels für die anstehenden Orderrunden zu erwarten. Die Spannungen und ungelösten Krisen im Ausland, insbesondere in Russland und in der Ukraine, sorgten zudem für Unsicherheit seitens der Industrie. Jüngste Meinungsumfragen zur Konsumfreude der Verbraucher belegten aber, dass Kaufkraft und Kaufbereitschaft der Verbraucher in Deutschland gegeben seien. Ein Drittel der Verbraucher wolle im neuen Jahr mehr Geld für Mode ausgeben. Trotz dieses erfreulichen Umfeldes überwiege die Unsicherheit, so dass die Erwartungen der Schuhindustrie für die nächsten sechs Monate eher gedämpft seien, so Junkert.