Deutsche sind Europameister im Schuhkauf

vom 04.08.2016

„Branchen-Report Schuhmode 2016“ nimmt internationalen Markt unter die Lupe

Die Deutschen erweisen sich im europäischen Vergleich beim Schuhkonsum als Spitzenreiter. Sie gaben 2015 im Schnitt 247,47 Euro für ihre Damen-, Herren- und Kinderschuhe aus, das entspricht einem Plus von mehr als 25 Euro im Vergleich zu 2010, heißt es im jetzt erschienenen „Branchen-Report Schuhmode 2016“ von Marketmedia24 in Köln. Auf Platz zwei schließen sich die Italiener an, die laut RegioData Research, München/Wien, pro Kopf 210,82 Euro ausgaben. Und auch über den nächsten deutschen Schuh-Jahren scheint die Umsatzsonne, denn im besten Falle winkt für 2025 sogar ein Marktvolumen, das um 14 Prozent über dem heutigen liegt, ermittelten die Kölner Marktanalysten.

Insgesamt führte die Schuh-Lust dazu, dass sich das Marktvolumen für Schuhe auf 9,159 Milliarden Euro zu Endverbraucherpreisen summierte. Tatsächlich wuchs die Branche 2015 auf der ganzen Linie, wie Karl Oerder, Marktforschungsleiter von Marketmedia24, aufzeigt: „Alle Teilmärkte – von Damen-, Herren-, Kinder- über Freizeit-, Sport- bis Hausschuhe – haben zugelegt, wobei die Herrenschuhe mit plus 2,8 Prozent im Vorjahresvergleich den größten Sprung schafften.“

Dennoch sind die Branchenteilnehmer nicht ohne Sorgen. Der Druck auf den deutschen Schuhfachhandel hat sich zur Krise ausgewachsen, was auf Lieferantenseite zur verstärkten Flächen- und Absatzsuche zwingt. Onliner, die Kollegen von der Bekleidung und Vertikale nehmen den Schuhfachhandel in die Zange. Sein Marktanteil schrumpfte zwischen 2010 und 2015 sogar um fast 10 Prozentpunkte, während der Schuhumsatz in der gleichen Zeitspanne um fast 7 Prozent zulegte.