Gebrüder Götz will sich sanieren

vom 09.05.2019

Mit Gehaltskürzungen soll drohende Insolvenz abgewendet werden

Eine auf zwei Jahre angelegte Sanierung soll das in Würzburg ansässige Modeunternehmen Gebrüder Götz GmbH & Co. KG vor der Insolvenz retten. Wesentliche Punkte der Sanierung seien Stellenstreichungen und ein Verzicht auf Teile des Gehalts, berichtet die Mainpost. 14 Vollzeitstellen sollen demnach gestrichen werden, die verbleibenden 455 Mitarbeiter sind von Gehaltskürzungen betroffen. Das eingesparte Geld soll aber später den Mitarbeitern als Altersvorsorge zur Verfügung gestellt werden. Ziel sei es, auf diese Weise Liquidität zu schaffen und Geld in erster Linie in den Onlinehandel zu investieren. Der Betriebsrat des Unternehmens habe dem Modell zugestimmt. „Wir brauchen 5 Millionen Euro Cash in den nächsten 18 bis 24 Monaten, um zu überleben“, wird Firmenchef Peter Götz in der Mainpost zitiert.

Die drei Geschäftsführer Harald Götz, Silke Komp und Thomas Twardawa haben das Unternehmen verlassen. Stattdessen sollen Karl-Otto Lang und Klaus Borst den Modehändler gemeinsam mit dem geschäftsführenden Gesellschafter CEO Peter Götz sanieren. Unternehmensberater Borst war bereits von 2003 bis 2006 CEO von Gebrüder Götz. Lang war zuvor für verschiedene Mode- und Onlineunternehmen tätig.

Das 1939 als Schuhgroßhandel gegründete Unternehmen erzielt Dreiviertel seines Umsatzes von knapp 80 Millionen Euro mit dem Katalog- und Online-Geschäft, den Rest trägt das 9000 Quadratmeter große Haupthaus in Würzburg bei. Größter Umsatzbringer sind Schuhe.