Gegenwind für Adidas

vom 10.11.2013

Umsatz und Gewinn gehen im dritten Quartal zurück

Europas größter Sportartikelhersteller Adidas hat im dritten Quartal mit heftigem Gegenwind zu kämpfen gehabt. Der starke Euro, Vertriebsprobleme in Russland sowie ein schwaches Golfgeschäft setzten der weltweiten Nummer zwei nach Nike in den zurückliegenden Monaten zu. Adidas hatte deswegen im September seine Jahresprognose kürzen müssen. Die Hoffnungen ruhen nun auf dem vierten Quartal. Dann starten unter anderem die Auslieferungen für die Fußball-Weltmeisterschaft 2014 in Brasilien.

Wie der Konzern mitteilte, sank der Umsatz im dritten Quartal um sieben Prozent auf 3,88 Milliarden Euro. Im Vorjahr hatten die Olympischen Sommerspiele das Geschäft belebt. Währungseffekte herausgerechnet blieben die Erlöse stabil. Auch mit dem Gewinn ging es bergab. Das Betriebsergebnis verringerte sich um 6,1 Prozent auf 463 Millionen Euro und der auf die Anteilseigner entfallende Gewinn um 8 Prozent auf 316 Millionen Euro. Seine Bruttomarge konnte der Konzern hingegen verbessern. Ein Grund dafür ist, dass der Konzern den Einzelhandel zunehmend selbst in die Hand nimmt, was lukrativer ist als der Vertrieb über Großhändler.

Entspannt hat sich die Lage bei der Tochter Reebok. Nach langer Durststrecke stiegen die bereinigten Erlöse um fast 5 Prozent. Reebok wird auf das Thema Fitness ausgerichtet.

Seine kürzlich gesenkte Gesamtjahresprognose bestätigte der Konzern. Demnach soll der Umsatz währungsbereinigt im niedrigen einstelligen Prozentbereich zulegen und der Nettogewinn auf 820 bis 850 Millionen Euro steigen. Dies wären aber noch immer Rekordergebnisse.