Gerry Weber schließt 120 Filialen

vom 08.04.2019

Insolventer Modehersteller setzt Sanierungsmaßnahmen um

Der insolvente Modehersteller Gerry Weber schließt in Deutschland 120 Geschäfte und baut 454 Stellen ab - davon gut 300 in den Filialen und den Rest in der Verwaltung. Auf diese Eckpunkte habe sich Gerry Weber mit den Arbeitnehmervertretern geeinigt, teilte das Unternehmen mit. „Die Maßnahmen gemäß den Vereinbarungen werden umgehend umgesetzt und laufen voraussichtlich bis zum geplanten Abschluss der Neupositionierung Ende 2021“, heißt es in einer Mitteilung. Europaweit bleibe es bei der Schließung von rund 180 Verkaufsflächen.

„Wir spüren, dass wir aufgrund der bereits ergriffenen Maßnahmen zur Neupositionierung insbesondere im Retail Rückenwind im Markt erhalten. Die Effekte aus den leider unverzichtbaren Sanierungsmaßnahmen werden diesen Rückenwind sicherlich verstärken“, so Johannes Ehling, Vorstandssprecher der Gerry Weber International AG.

Am 25. Januar 2019 hatte die Gerry Weber International AG Antrag auf Insolvenz in Eigenverwaltung gestellt. Das Verfahren wurde vom Amtsgericht Bielefeld am 1. April 2019 ebenfalls in Eigenverwaltung eröffnet. Für die 100-prozentige Tochtergesellschaft Gerry Weber Retail GmbH & Co. KG wird die Eröffnung des Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung für Anfang Mai 2019 erwartet. Die Finanzierung des Geschäftsbetriebs ist bis in das Jahr 2020 hinein gesichert.