Groupe Royer schließt Schuhfabrik

vom 13.06.2013

Der franzöische Schuhhersteller will in den beiden nächsten Jahren 22 Millionen Euro einsparen, um wieder in die schwarzen Zahlen zu kommen.

Der französische Schuhhersteller Groupe Royer schließt seine Schuhfabrik in der Nähe von Bordeaux zum Jahresende. In der Fabrik werden Prototypen und Muster der Kinderschuhmarken Mod‘8 und Aster gefertigt. Die Jahresproduktion betrug rund 10.000 Paar. Die Schließung ist Teil eines zu Jahresbeginn beschlossenen Restrukturierungsprogramms innerhalb der Groupe Royer, die 2012 nach einem Umsatzrückgang von zehn Prozent erstmals Verluste erzielt hatte. „Die Produktion von Mustern ist sehr teuer. In Zukunft planen wir, unsere Vertriebsmitarbeiter mit Tablets auszustatten, um die Schuhe zu präsentieren“, sagte ein Unternehmenssprecher. In der Fabrik sind derzeit 94 Mitarbeiter beschäftigt. Das Unternehmen produziert insgesamt für über 30 Marken Schuhe in Lizenz. Insgesamt betreibt Groupe Royer in Frankreich 15 Produktionsstätten. Die Gewerkschaften befürchten, dass es dort zu weiteren Entlassungen kommen könnte. Insgesamt will das Unternehmen in diesem und im nächsten Jahr 22 Millionen Euro einsparen.