Havaianas bleiben brasilianisch

vom 25.11.2015

Fleischkonzern übernimmt Mehrheit an Schuhhersteller Alpargatas

Die J&F-Holding, Besitzer des weltweit größten Fleischproduzenten JBS, übernimmt 66,99 Prozent der Stammaktien des brasilianischen Schuhherstellers Alpargatas, der vor allem für seine Marke Havaianas bekannt ist. Umgerechnet 680 Millionen Euro legte der Fleischhersteller für die Anteile am größten Schuhhersteller Lateinamerikas auf den Tisch. Alpargatas wurde seit 1982 vom Baukonzern Camargo-Corrêa kontrolliert, der aber durch die finanziellen Folgen eines Korruptionsskandals zum Sparen gezwungen ist.

Der brasilianische JBS-Konzern schlachtet weltweit täglich bis zu 80.000 Rinder und knapp 50.000 Schweine und erzielte damit rund 30 Milliarden Euro Umsatz. Alpargatas kam im vergangenen Jahr auf einen Umsatz von 940 Millionen Euro, der Exportanteil lag bei 126 Millionen Euro. 218 Millionen Paar der Flip-Flops wurden 2014 in über 100 Ländern verkauft. Neben den Badelatschen gehören auch einige andere, vor allem lokale Schuhmarken wie Topper, Dupé, Rainha oder Sete Léguas zum Portfolio des Schuhherstellers. Außerdem werden Schuhe für Mizuno und Timberland produziert. Das Unternehmen besitzt 13 Fabriken mit über 18.000 Mitarbeitern.