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Internethändler Netrada beantragt Insolvenz

vom 11.10.2013

Operatives Geschäft offenbar nicht betroffen

Die Netrada-Holding hat am Mittwoch ein Insolvenzverfahren beim Amtsgericht Hannover beantragt. Das operative Geschäft des Online-Versandhändlers ist nach Medieninformationen nicht von dem Insolvenzverfahren betroffen. „Es geht um die Netrada Holding, also den Verwaltungsüberbau. Die Netrada Europe ist nicht betroffen, das operative Geschäft ist gesund", sagte Unternehmenssprecher Thorsten Kler. Das hannoversche Unternehmen Netrada betreibt die Internetshops von Schuh- und Modefirmen wie Tamaris, Görtz, Esprit, Hugo Boss und C&A.

Die Netrada-Holding hat sich offenbar am Bau eines Logistikzentrums überhoben. Ende des vergangenen Jahres hatte der Online-Versandhändler mit dem Bau eines 50 Millionen teuren Logistikzentrums am Messegelände in Hannover begonnen. Ab Frühjahr 2014 sollten laut Plan in dem Versandzentrum 500 sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze entstehen. Langfristig versprach Netrada, 1800 Arbeitsplätze zu schaffen. Bei dem beantragten Insolvenzverfahren bleibt die Geschäftsführung der Netrada-Holding weiter handlungsfähig, da es sich um ein „Verfahren auf Eigenverantwortung“ handelt. Aufgabe des Insolvenzverwalters, der in einem solchen Verfahren Sachwalter genannt wird, ist lediglich die Überprüfung der wirtschaftlichen Lage und der Ausgaben. Diese Aufgabe übernimmt der Insolvenzverwalter Rainer Eckert aus Hannover.