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Italiens Schuhindustrie fürchtet Produktionsrückgang

vom 16.12.2014

Exporteinbruch nach Russland und in die Ukraine

Die italienische Schuhindustrie wird in diesem Jahr voraussichtlich zum dritten Mal nach 2009 und 2012 die 200-Millionen-Paar-Marke bei der Produktion von Schuhen unterschreiten. „Die Daten für das dritte Quartal 2014 bestätigen die nicht ganz positive Dynamik des ersten Halbjahres“, so Cleto Sagripanti, Präsident des Herstellerverbands Assocalzaturifici. In den ersten acht Monaten dieses Jahres stieg zwar der Umsatz um 1,8 Prozent auf 2,941 Milliarden Euro. Dieser Anstieg ist allerdings nur durch die Erhöhung der Durchschnittspreise erzielt worden.

Vor allem der Auslandsabsatz hat sich in mehreren Regionen deutlich abgeschwächt. Von Januar bis August konnten die Exportumsätze zwar insgesamt um 3,9 Prozent gesteigert werden, allerdings wurden 154,4 Millionen Paar Schuhen 0,1 Prozent weniger abgesetzt als im gleichen Vorjahreszeitraum.

Während die Verkäufe in die Länder der EU relativ konstant blieben – wenn auch mit unterschiedlichen Entwicklungen in den einzelnen Märkten, gab es teilweise deutliche Einbrüche in Osteuropa. Besonders die Märkte Russland (-22,2 Prozent beim Umsatz), Ukraine (-29, Prozent) and Kasachstan (-14 Prozent) brachen deutlich ein. Die Wachstumsraten in Fernost sind zwar nach wie vor positiv, schwächten sich aber ab. Die beiden wichtigsten Märkte der italienischen Schuhindustrie, Frankreich und Deutschland, blieben mit einem Paarzahlwachstum von jeweils 2,5 Prozent weitgehend stabil. Zu den Schwächen auf den osteuropäischen kommt noch der geringere Inlandskonsum. Die Folge der negativen Verkaufsentwicklung: Die Verbandsmitglieder vermeldeten für die ersten drei Quartale einen Produktionsrückgang von 2,3 Prozent.