Outdoorschuhe aus terracare-Leder
Leder Made in Germany
Dockers by Gerli

Karstadt steht harte Sanierung bevor

vom 15.07.2014

Jede vierte Karstadt-Filiale von Schließung bedroht

Der Warenhauskette Karstadt steht eine harte Sanierung bevor. Für mindestens 20 Kaufhäuser könnte dies das Aus bedeuten. Konkreten Schließungsbeschlüsse gibt es allerdings noch nicht. „Aber das Unternehmen macht sich seit einiger Zeit berechtigte Sorgen um die Profitabilität von mehr als 20 Häusern“, sagte Aufsichtsratvorsitzender Stephan Fanderl der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Es werde schmerzhafte Einschnitte geben müssen, um dem gesunden Kern des Unternehmens eine Zukunft zu geben.

Karstadt betreibt derzeit 83 Warenhäuser und beschäftigt 17.000 Mitarbeiter. Nicht mehr zum Karstadt-Konzern gehören die drei Premiumhäuser KaDeWe in Berlin, Alsterhaus in Hamburg und Oberpollinger in München sowie die 28 Sportfilialen, die im vergangenen Jahr an eine Investorengruppe um den österreichischen Immobilien-Entwickler René Benko und den Geschäftsmann Beny Steinmetz verkauft worden waren. Mit Einschnitten ist nach den Worten von Fanderl zudem in der Hauptverwaltung in Essen und in der Logistik zu rechnen. Mit Karstadt-Vertragspartnern sollen Gespräche über finanzielle Zugeständnisse geführt werden. Immerhin wurde der Vertrag mit dem Warenkreditversicherer des Unternehmens um ein weiteres Jahr verlängert.

Investoren für den Karstadt-Konzern sind derzeit nicht in Sicht. René Benko und der Mitbewerber Metro mit den Kaufhof-Warenhäusern winkten ab. Letzt Woche hatte Konzernchefin Eva-Lotta Sjöstedt bereits nach weniger als fünf Monaten ihr Amt niedergelegt. Von Investor Nicolas Berggruen, der das Unternehmen 2010 für den symbolischen Preis von einem Euro übernommen hatte, sei keine Hilfe zu erwarten, sagte Fanderl der FAZ. „Von einem rationalen Finanzinvestor finanzielle Unterstützung zu erwarten, wenn man ihm nicht zeigen kann, ob und wie sich diese rentiert, ist müßig und in der Regel erfolglos.“