Kaufhof baut Stellen in Zentrale ab

vom 08.02.2018

Verkaufsangebot von Karstadt-Mutter Signa abgelehnt

Der Warenhauskonzern Kaufhof hat sich ein striktes Sparprogramm auferlegt. Allein in der Firmenzentrale in Köln sollen bis 2020 rund 400 Stellen und damit jeder vierte Job wegfallen. Allerdings soll auf betriebsbedingte Kündigungen verzichtet werden, versprach Kaufhof-Chef Roland Neuwald den Mitarbeitern bei einer Informationsveranstaltung. Ein Sozialplan sei bereits ausgehandelt worden. Als Grund für den Personalabbau nannte Neuwald die seit Jahren rückläufigen Umsätze. Im vergangenen Jahr hatte der Konzern einen Verlust gemacht. Auch für dieses Jahr rechnet das Managment nicht mit schwarzen Zahlen.

Neben dem Personalabbau will Kaufhof auch die Erträge steigern und fordert dazu von seinen Lieferanten einen Rabatt in Höhe von zwei Prozent für die nächsten drei Jahre. Außerdem soll der E-Commerce ausgebaut und das Digitalgeschäft mit den Filialen verzahnt werden. Allein in diesem Jahr sollen darüber hinaus 20 Filialen modernisiert werden.

Ein Kaufangebot von Karstadt-Eigner Signa hat die Kaufhof-Mutter Hudson's Bay Company (HBC) derweil abgelehnt. Die Signa-Holding des Investors René Benko hatte rund drei Milliarden Euro für das deutsche Warenhausgeschäft von Kaufhof und andere Immobilien geboten.