Ladendiebstahl: Einzelhandel verliert 4,7 Milliarden Euro

vom 06.11.2014

Studie: In Deutschland zahlen Einzelhändler 1,1 Prozent ihres Umsatzes für Warenschwund

Warenschwund kostete den weltweiten Einzelhandel im letzten Jahr rund 96,8 Milliarden Euro. Das entspricht 1,29 Prozent des Umsatzes, so das „Globale Diebstahlbarometer 2013/2014“, eine weltweite Studie zu den Ursachen und Kosten von Warenschwund im Einzelhandel, unterstützt von Checkpoint Systems (Hirschhorn). In Deutschland steht der Handel zwar deutlich besser da, doch auch hierzulande summierten sich die Verluste auf 4,7 Milliarden Euro oder 1,1 Prozent des Umsatzes. Berücksichtigt man dazu noch die Aufwendungen des Einzelhandels gegen den Klau, so „zahlte“ jeder Deutsche im vergangenen Jahr rein rechnerisch eine „Diebstahl-Steuer“ von 87 Euro.

Hauptursache für Warenschwund ist weiterhin der Ladendiebstahl. Unehrliche Kunden sind hierzulande für 37,6 Prozent der Verluste verantwortlich. Fast genauso hoch schlagen jedoch die Kosten durch unehrliche Mitarbeiter (35,4 Prozent) zu Buche. Auf administrative Fehler sind 22,1 Prozent der Verluste zurückzuführen. Auf das Konto von unehrlichen Lieferanten gehen 4,9 Prozent.

Das aktuell bevorstehende Weihnachtsgeschäft erweist sich dabei für den Handel nicht nur als größter Umsatzbringer, sondern auch als Hochphase des Warenschwunds. 63 Prozent der europäischen Einzelhändler geben laut Diebstahlbarometer an, dass sie in der Weihnachtszeit den höchsten Warenschwund feststellen.