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Manager verschwinden mit Firmenkasse

vom 18.09.2014

Chinesischem Schuhhersteller Ultrasonic droht die Insolvenz

Der Vorstandschef des an der Frankfurter Börse notierten Schuhherstellers Ultrasonic ist verschwunden – und mit ihm ein großer Teil des Firmenvermögens. Nun steht das Unternehmen vor der Pleite. Nach Medienberichten hätten der Vorstandsvorsitzende Qingyong Wu und ein weiteres Vorstandsmitglied den überwiegenden Teil der liquiden Mittel von Hongkong nach China transferiert und seien dann spurlos verschwunden. Die deutsche Holding verfüge nur noch über einen sechsstelligen Euro-Betrag. Im vergangenen Jahr hatte Ultrasonic noch gut 100 Millionen Euro Barreserven ausgewiesen. Wegen der Vorfälle stellte nun eine Bank eine Kreditlinie über 60 Millionen Euro fällig. Damit droht Ultrasonic die Insolvenz. Es ist das zweite Mal innerhalb weniger Monate, das Manager  eines an der Frankfurter Börse gelisteten Unternehmens aus China mit der Firmenkasse verschwunden.

 

 

Die Ultrasonic AG, 2011 in Köln gegründet, ist die deutsche Holdinggesellschaft der chinesischen Ultrasonic-Gruppe. Der entwickelt, produziert und vertreibt Sandalen, Slipper und Schuhsohlen und hat darüber hinaus eine eigene „Urban Footwear“-Markenkollektion für den chinesischen Markt kreiert. Die Produktionsanlagen befinden sich in der chinesischen Provinz Fujian, einem Zentrum der Schuhherstellung. Die Ultrasonic-Markenprodukte werden in über 100 Mono-Label-Shops vertrieben, größtenteils in Kaufhäusern in chinesischen Großstädten mit über drei Millionen Einwohnern.

Im Jahr 2012 erzielte die Gruppe einen Vorsteuergewinn von 41,8 Millionen Euro bei einem Gesamtumsatz von 149,0 Millionen Euro. Ultrasonic beschäftigt rund 1450 Mitarbeiter.