Marc Picard meldet Insolvenz an

vom 27.04.2016

Taschenhersteller betreibt 36 Läden in Deutschland

Die Geschäftsführung der in Altenbuch bei Aschaffenburg ansässigen Marc Picard GmbH hat am 22. April beim Amtsgericht Aschaffenburg wegen Zahlungsunfähigkeit Insolvenzantrag gestellt. Das Insolvenzgericht hat den Rechtsanwalt Nikolaus Ackermann, Partner der Kanzlei HAF in Aschaffenburg, zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt.

Die Marc Picard GmbH verkauft unter ihrem eigenen Label „Marc Picard“ produzierte Ledertaschen in 36 eigenen Shops in Deutschland. Im angrenzenden europäischen Ausland werden über weitere sieben Tochtergesellschaften, die von der Insolvenz der Muttergesellschaft aktuell nur indirekt betroffen sind, weitere Shops betrieben. Von der Insolvenz sind in Deutschland etwa 180 Mitarbeiter, davon 45 an den Standorten Altenbuch und Kreuzwertheim und weitere 60 Mitarbeiter über die Tochtergesellschaften im Ausland betroffen. Der Konzernumsatz der Marc Picard-Gruppe belief sich zuletzt nach bereits 2015 eingeleiteten Restrukturierungs- und Sanierungsmaßnahmen auf etwa 15 Millionen Euro

Nach ersten Sondierungen und Informationsgesprächen mit der Geschäftsleitung habe das Team des vorläufigen Insolvenzverwalters bereits die notwendigen Maßnahmen eingeleitet, um den Geschäftsbetrieb des Unternehmens vorläufig an allen Standorten uneingeschränkt aufrechtzuerhalten. Die Mitarbeiter aus der Region wurden in einer außerordentlichen Betriebsversammlung am Hauptsitz in Altenbuch am 25. April  vom vorläufigen Insolvenzverwalter informiert.

Ziel der Bemühungen der Insolvenzverwaltung werde sein, wesentliche Teile des Betriebs der Marc Picard GmbH und damit auch die Arbeitsplätze in Altenbuch und Kreuzwertheim zu erhalten, teilte Ackermann mit.